2 Gedanken zu „Grenzerzimmer“

  1. Man fuhr ja stets über Helmstedt. Gefühlte 20 Autoschlangen a’ 2 Kilometer. Im Sommer war das kaum auszuhalten, und wenn dann der Grenzer die Papiere in Empfang nahm, hatte man immer das Gefühl sie nie wieder zu sehen. Man machte Witze darüber, aber die waren von einer echten Angst unterfüttert. Gerade da die zu besuchende Verwandtschaft in Berlin West ein paar Jahre zuvor tatsächlich mal in einer Ostberliner Zelle ein oder zwei Nächte verbringen durfte, weil sie auf einer leichtsinnigen Zechtour rund um den Alex eben ihren Personalausweis verloren hatte. War wohl in Wirklichkeit nicht halb so lustig wie die spätere Anekdote.

  2. Ich glaube, vieles war im Kalten Krieg nur halb so lustig, wie es jetzt klingen mag. Mein Erfahrungsschatz mit der DDR-Bürokratie ist aber ziemlich klein. Ich habe die DDR nur einmal besucht, mit meiner Schulklasse, irgendwann in den 80er Jahren. Eine bizarre Erfahrung, fast wie eine Zeitreise. Und in Berlin war ich erst, als die Mauer schon nicht mehr stand.

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