Rama dama

Auf was für Gedanken man so kommt. Was machen z.B. muslimische Hochleistungssportler während des Ramadan? Der beginnt am heutigen Donnerstag, dem 13. September 2007 und verbietet Muslimen von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang leibliche Genüsse wie Essen und Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Ich habe mich jetzt gefragt, wieweit diese Verbote (also das mit dem Essen und Trinken, um genau zu sein) die Leistungen von Bayern-Spielern wie Ribéry (der zum Islam konvertierte) und Altintop (von dem ich einfach mal vermute, dass er ein Muslim ist) beeinflussen. Zu meiner Beruhigung hat der Fastenmonat Ribéry aber offenbar nicht vom Toreschießen abgehalten, wie man auf Fussballdaten.de nachlesen kann. Und da sich die Bild-Zeitung auch schon dasselbe gefragt hat, kennt man auch Ribérys Antwort: “An freien Tagen werde ich fasten, wenn ich spiele, dann nicht.” Da ist er also nicht päpstlicher als der Papst, um mal diesen interkonfessionellen Vergleich zu wagen.

Update 16.9.: Auch die Zeit hat sich ähnliche Gedanken gemacht (und verwendet das Zitat aus der Bild ohne Bild zu nennen). Und Berkant Göktan vom Vier-Zahlen-Verein hat ebenfalls eine ganz persönliche, pragmatische Antwort gefunden:

Das mache ich nicht, weil ich sonst Probleme mit der Kraft bekomme. In meiner Zeit in der Türkei habe ich das bei einigen Mitspielern erlebt, die während des Ramadans ihre Leistung nicht abrufen konnten.

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