Was es heißt, ein Fan zu sein

Richard aus London, Tottenham Hotspurs-Fan seit 40 Jahren, berichtet vom 4:4 seines Clubs gegen Aston Villa – und dass er solche Spiele körperlich nicht mehr ertrage:

[audio:606_Caller_Spursfan_Richard_96.mp3]

Ein Anruf bei der besten Fußball-Call-In-Show dieses Planeten (sorry, Arnd), 606 auf BBC Radio 5 Live, der beispielhaft für die Qualität der Sendung steht – und für das, was man als Fußballfan durchmacht.

Quelle: 606-Podcast der BBC, der in voller Länge hier zur Verfügung steht

[Nachtrag 8.10.]
Den Anruf eines Zuhörers oder Zuschauers als Beleg für die Qualität einer Sendung zu nehmen, ist natürlich ein wenig gewagt (vgl. auch meinen weiterführenden Kommentar). Aber jede Sendung hat halt die Anrufer, die sie verdient…

2 Gedanken zu „Was es heißt, ein Fan zu sein“

  1. Ich würde mir ja wünschen, wenn es sowas auch in Deutschland geben könnte. Aber wir scheinen wohl dazu nicht fähig. Dabei ist unsere Bundesliga sehr geeignet für solche Sachen. Arnd Zeigler hat dabei einen Anfang gemacht, aber nur einen ganz kleinen…

  2. Das liegt vermutlich aber nicht nur an den Sendern, sondern auch an den Empfängern… insofern ist mein Lob für 606 ein wenig unfair gegenüber der deutschen Medienlandschaft. Aber nur ein wenig.

    Für eine solche Sendung bei uns (die ich mir auch sehr wünschen würde), bräuchten wir nämlich auch auf Seiten der Anrufer eine Qualität, wie sie Richards Analyse auf 606 zweifellos hat. Wenn der Spurs-Fan seine Klage dann auch noch frei formuliert haben sollte, also frisch von der Leber weg, verleihe ich ihm glatt die Nick-Hornby-Gedächtnis-Medaille am Bande.

    Wenn ich mir dagegen so die durchschnittliche geistige Fallhöhe Analysequalität der deutschen Anrufer z.B. beim Doppelpass ansehe, bekomme ich fußballkulturpessimistische Anwallungen. Zur Ehrenrettung sei gesagt: die Anrufer bei o.g. gruseliger Sendung (die ich einfach nicht mehr gucken kann) passen sich ja auch nur an die Diskussionqualität der Typen an, die da Bier saufend am Glastisch sitzen. Und es gibt sogar noch schlimmere Beispiele für deutsche Sendeformate rund um Fußball.

    Arnd Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs ist ein Schritt in die richtige Richtung, ein kleiner zwar, aber ein erster und daher umso lobenswerter. Ein kleiner Schritt kann es schon deswegen nur sein, weil 606 pro Woche Minimum 180 Minuten sendet, Arnd aber nach 30 Minuten zum Schluß kommen muss. Und in der kurzen Sendezeit einen Themenmix aus aktuellen und unfreiwilligen Comedy-Clips aus der Fußballwelt, Fundstücken aus dem Archiv und ernsthaften Gesprächen mit Anrufern über die Fußballthemen der Woche abhandeln will. Aber wenn man bedenkt, dass die WWF (als Radiobeitrag) ursprünglich ja nur maximal drei Minuten dauert, ist auch das schon eine Verbesserung.

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