Was erlaube Simon?

(…) Abgesehen von den schwer erträglichen ersten zwei Minuten ist das Video aber sehenswert, weil es das sehr interessante Urteil Mehmet Scholls über die Qualitäten von Toni Kroos enthält. (…)

Unglaublich, welche Aussagen sich der Redaktionsleiter der ARD-Sportschau Sportchef des Westdeutschen Rundfunks (s.u.) über die Fanszene des FC Bayern erlaubt. Wäre ich bei der Aufzeichnung des Videos dabei gewesen, hätte man mich gehört – und Steffen Simons Aussagen wären nicht unwidersprochen geblieben. Abgesehen von den schwer erträglichen ersten zwei Minuten ist das folgende Video aber sehenswert, weil es das sehr interessante Urteil Mehmet Scholls über die Qualitäten von Toni Kroos enthält.

Video: Wir Elf – Talkrunde (Folge 14, 10:30 min) [via Ball-Blog.de]

10 Gedanken zu „Was erlaube Simon?“

  1. naja, es ist schon wichtig dass es bayern gibt, andernfalls wäre die abgrenzung nach außen für die echten fußballfans nicht möglich – wie soll es echte fans geben, wenn es keine falschen gibt – steffen simon mal in ein gespräch über distinktionszwang zu verwickeln, das wäre was.

  2. Äh… sven? “Distinktionszwang”?? Erklär mal: wasn das? Ist das das, was man in der Pubertät empfindet, wenn die Eltern einem weiter vorschreiben wollen, was man zu hören/lesen/tragen hat? Zwölf Treffer bei Google ist ja nicht so dolle.

    Davon ab: was sind denn “echte” Fans? (Und der Gegensatz ist ja wohl eher “unechte” Fans, nicht “falsche”…) Aber warum maßt der Simon sich an, das Fansein für andere zu definieren? Der soll von Glück sagen, dass da keine Maßkrüge in seine Richtung geflogen sind.

  3. Der Herr Simon ist sicher auch fest davon überzeugt, dass man kein Fan vom AC Milan, von Real Madrid, vom FC Barcelona oder von ManU sein kann.

    Das Problem ist ja, dass der Herr Simon nichts über die Bayern-Fans sagen kann, weil er nie Bayern-Fan war und darum die Gefühlswelt der Bayern-Fans nicht verstehen kann. Mit dem UEFA-Cup hat er natürlich Recht. 1991/1992 waren wir ja echt betrübt nur im UEFA-Cu… oh, halt…

  4. Pingback: probek.net
  5. Pingback: probek.net
  6. großartig, der Herr Scholl.

    Und ich muss zugeben, dass Steffen Simon bei mir in Sachen Sympathie deutlich besser punkten als in punkto Kompetenz (was allerdings nicht viel aussagt).

  7. in Sachen Sympathie deutlich besser punkten als in punkto Kompetenz

    Sagt vielleicht nicht viel, aber auch etwas über den Sportchef des Westdeutschen Rundfunks bzw. den mit offiziellem Titel “Leiter der Programmgruppe Sport Fernsehen” im WDR genannten Simon aus, der im WDR außerdem stellvertretender Chefredakteur des Programmbereichs “Politik und Zeitgeschehen” für den Aufgabenbereich Sport und ehemaliger Leiter der Redaktion “Bundesliga-Sportschau” ist. Aber einen guten Transfer hat er gemacht, zugegeben.

  8. so habe ich steffen simon aus seiner zeit beim orb in erinnerung. mitte der 90er fand ich ihn sympathisch. jetzt nicht mehr. keine ahnung warum. wahrscheinlich gehen mir alle fußballkommentatoren und – moderatoren auf die nerven. jedes beliebige bundesligaspiel wird zu einem historischen ereignis hochgejazzt. richtig herumkritisert wird nur bei der nationalmannschaft, die gefälligst jeden gegner aus dem stadion zu schießen habe. das schlimme ist eigentlich, dass sie sich immer noch selbst sportjournalisten nennen.

Kommentare sind geschlossen.