‘An die Damen’ oder: die Abschaffung der Ständeordnung beim Bayerischen Staatsschauspiel

Wer beim Bayerischen Staatsschauspiel zum ersten Mal online Eintrittskarten bestellen will, wird für die Eingabe der Anrede mit der eindrucksvollsten Auswahl konfrontiert, der ich bisher bei einer Online-Bestellung begegnet bin:

Ticketshop Staatsschauspiel

(Screenshot Staatstheater-Tickets.Bayern.de)

29 (!) verschiedene Anreden – inklusive eines “An die Herren” und “Herrn Präsident” (ein “An die Damen” bzw. “Frau Präsidentin” fehlt). Ich fordere für das Staatsschauspiel die Abschaffung der Ständeordnung.

(und das alles nur, weil ich hierfür Karten bestellen wollte. Das ist übrigens ein Münchner Freizeittipp: am 23. Februar lesen Herbert Grönemeyer, Axel Milberg und andere aus dem Debut-Roman von Albert Ostermaier, der die Amour fou zwischen Marie Trintignant und Bertrant Cantat zum Thema hat. Karten kosten 10,50 Euro)

Ein Gedanke zu „‘An die Damen’ oder: die Abschaffung der Ständeordnung beim Bayerischen Staatsschauspiel“

  1. LOL. Sehr schön ist aber auch die Möglichkeit zwischen den beiden Anreden “Frau und Herrn” und “Herrn und Frau”. Da weiß man sofort wer die Hosen an hat. Es scheint aber so, als wäre die ganze Anwendung, die da programmiert wurde, eine reine Katastrophe zu sein;-)

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