Niemand schlafe! Niemand schlafe!

Die Erkenntnisse des 15. August 2008
Trotz Dopings rührt mich ein Olmypiasieg einer deutschen Schwimmerin, dieser Schwimmerin, nach der Vorgeschichte der letzten Tage und ob der dann gezeigten Freude. Dafür liebe ich als Zuschauer Spitzensport, immer noch, trotz allem.

In einer Arena treten Opernsänger vor Opernpublikum auf. Passt doch. Soll sich aber dann später keiner über die Scheiß-Stimmung aufregen. Und irgendwie hätte der Mann mit den früher schiefen Zähnen die Textzeile “Nessun dorma!” doch auf Deutsch singen sollen. Oder portugiesisch, für Lucio. So versteht das doch nur Luca Toni – und der konnte leider nicht mitspielen.

In Deutschland singen im Fernsehen alle immer brav Playback, selbst Opernsänger. Eigentlich ein Sakrileg für die Branche. Schlimm. Dann kann auch ein DJ eine Platte auflegen.

Unoriginellste Erkenntnis des Tages:

Der FC Bayern ist noch nicht in Champions-League-Form. Ich erkläre das bis auf weiteres mal mit der Abwesenheit von Luca (und Franck und Micho und Hamit).

Der Bad-Day-at-Work-Award des Tages geht an:
Miroslav Klose ((Weltmeisterschafts-Zweiter, Weltmeisterschafts-Dritter, Europameisterschafts-Zweiter, Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger, Gewinner des Goldenen Schuhs, Bundesliga-Torschützenkönig, Fussballer des Jahres)), wegen der Auswechslung in der 79. Minute gegen Thomas Müller ((A-Jugend-Vizemeister)).

Und als Abschluss noch ein auf die Schnelle zusammengestückeltes ((mit Autostitch)) Foto von meinem Sitzplatz aus:

Opernpublikum in der Arena.

8 Gedanken zu „Niemand schlafe! Niemand schlafe!“

  1. Paul Potts war mir nur bis zu dem Zeitpunkt sympathisch, bis ich ihn woanders als auf Youtube gesehen habe. Die Eröffnung war mal wieder ziemlich peinlich. Entweder die DFL spart sich das Brimborium komplett, oder sie engagieren sich einen richtigen Regisseur, der eine angemessene Eröffnungsfeier choreografiert.

  2. Nach der Pekinger Feier sollte man eh ein internationales Memorandum anstreben und vereinbaren, bei Sportveranstaltungen ein paar Jahre lang keine weiteren Eröffnungsfeiern mehr zu machen. Wer oder was soll das Spektakel der Chinesen denn noch übertreffen?

  3. Das solch kurze Eröffnungsfeiern noch blöder sind als lange ist für mich unstrittig.
    .
    Paul Potts hätte allerdings *das* Highlight des Abends werden können. Wurde es aber nicht. Danke an die hirnbefreiten Idioten in Nord- und vor allem Südkurve denen es offensichtlich an Respekt vor großen Leistungen fehlt. :-(
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    Und das hat überhaupt nix mit Opernsängern und Opernpublikum zu tun.

  4. @verschwender
    DAS wäre mal eine Aktion von Klose gewesen, leider ist er nicht der Typ dazu.

    @Thomas
    Au contraire, Thomas. Und, sorry: wer den Höhepunkt eines Fußballabends bei den Gesangsdarbietungen im Rahmenprogramm sucht, setzt, um es noch mal freundlich auszudrücken, die Prioritäten falsch. Warum gehst du ins Stadion?

  5. Kleine Provokation. ;)
    Aber wenn das Spiel schon arm an Highlights war…

    Mich regt einfach nur auf, dass sog. Fans ihren gefühlten Stimmungshöhepunkt zur Zeit einer “Gesangsdarbietung” haben. Warum ist man während des Spiels nicht so laut?

    Schluss damit. Das hat mit Fußball nix zu tun. ;)

    PS: Ich hätte mir Paul Potts halt gerne angehört. Auf den anderen Seite: Wenn das eh nur Playback war ists auch schon wieder egal… :(

  6. Paul Potts? Den kenne ich nur aus der Werbung und da schalte ich immer weg, das war beim ersten Mal noch okay, aber jetzt nervt es nur noch.
    Und wer Puccinis Turandot einmal von Pavarotti gesungen gehört hat (ohne Playback), der will diesen komischen Potts erst recht nicht mehr hören.

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