Vom Umgang mit Fußballfans

Eine Leseempfehlung, die ich mal nicht nur über einen Delicious-Link abhandeln möchte. Aus dem aktuellen Newsletter des Club Nr. 12:

Über die letzte “Gemeinsame Erklärung der Fanbetreuung des FC Bayern, Fanprojekt, Fanclubs, Fanvereinigungen und der Münchner Polizei” ((wurde im “Bayern Magazin” veröffentlicht, ist aber interessanterweise weder bei FCBayern.de noch bei der Münchner Polizei zu finden, nur der Club Nr. 12 (PDF) und Fansmedia (Grafik) dokumentieren online die Erklärung, auch wenn sie diese nicht mal unterzeichnet haben))

Sieben Fanclubs bzw. Fanorganisationen, u.a. der Club Nr.12, waren der Auffassung, dass eine gemeinsame Erklärung, die nur von einer Seite, nämlich der der Fans, ernst genommen wird, das Papier nicht wert ist, auf der sie gedruckt ist. (…) Eine “Gemeinsame Erklärung”, die eine Seite nicht ernst nimmt und bei der es auf der anderen Seite offensichtlich keinen Unterschied macht ob und von wem sie bei den Fans unterschrieben wird, kann man sich wirklich sparen.

Meine Lieblingsstelle aus dem Newsletter ist die Vorführung “Fan schwenkt probeweise eine Fahne” (im ansonsten leeren Grünwalder Stadion). Unglaublich. Hat davon keiner ein Video?

Der Bericht über den Versuch, einen 14-Jährigen wegen einer zerbrochenen Scheibe zu kriminalisieren, ist dann allerdings nur noch gruselig. Und die im Newsletter dokumentierten Ergebnisse einer Fanumfrage (PDF) sind sehr bedenklich, Zitat:

60 Prozent der 15 bis 19-Jährigen betrachten die Polizei als ihren Gegner oder sogar als ihren Feind. Die Rolle als Freund und Helfer oder zumindest als Helfer erkennen nicht einmal mehr zehn Prozent an. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 15 und 19 halten es für genauso wahrscheinlich oder sogar für wahrscheinlicher, Opfer von Polizeigewalt als von gegnerischen Fans/Hooligans zu werden.

Zum kompletten Newsletter des Club Nr. 12.