Zehn Sportarten, auf die ich verzichten könnte (mit Begründungen und einem Nachtrag)

1. Biathlon. Entweder, oder. Bitte entweder Langlaufen oder Schießen, nicht beides. Und nur weil die Deutschen in was gut sind, muss ich es nicht gut finden.

2. Cricket. Verstehe ich nicht und dauert zu lang. ((ist auch sowas von betrugsverseucht))

3. DTM. Okay, streng genommen keine einzelne Sportart, ich kann aber trotzdem darauf verzichten.

4. Gehen. Geht gar nicht. Affig.

5. Pankration/MMA. Mir zu brutal.

6. Reitsport. Kann gerne erhalten bleiben, aber bitte ohne Pferde. ((Halte eh nichts von Tiersport. Eine Sportart, die auf Tiere angewiesen ist, dann aber das eigene Sportgerät so gering achtet und dazu noch dauernd barrt und dopt, gehört verboten. Außerdem sieht Dressurreiten lächerlich aus.))

7. Straßenradrennsport. Doping.

8. Synchronschwimmen. Geht auch nicht.

9. Tanzsport. Siehe Synchronschwimmen und “Aussehen” bei Dressurreiten.

10. Wrestling. Kein Sport.

Alphabetische Auflistung ohne Rangfolge, aber mit ausreichender Ignoranz. ((Verzichten im Sinne von: muss ich nicht haben, auch nicht als Füller von Fernsehzeit.)) Inspirationsquelle: Liste der Sportarten. Nicht platziert: Zwergenwerfen, Paintball, Rhönradturnen und Kaninhop.

Nachtrag (22.10.2009)

Widerlich finde ich auch das Springreiten. Ich habe gehört, dass die Trainer den Pferden mit einem Knüppel an die Beine hauen, damit sie Angst vor der Stange kriegen und höher springen.

Indiskrete Kameras und ungerechte Schiedsrichterinnen. Und hinterher nehmen die Sportler Blumensträuße in Plastik entgegen, und dann werden sie von der Sado-Mutti in den Arm genommen und ziehen die Rotze hoch. Und über ihnen wird eingeblendet: 5,6, 5,6, 5,5 … Und dann denken sie – lächelnd! – an ihre Achillessehnen, ob die das nächste Mal noch mitmachen? Und an die Standpauke, die ihnen der Trainer halten wird und daran, dass alle Anstrengung umsonst war – und da sind wir dann wieder bei Stalingrad.

Eiskunstlaufen oder Kunstturnen sich anzusehen, ist wegen der Wertungspunkte so unerquicklich.

Walter Kempowski in „Sirius – eine Art Tagebuch“, zitiert nach Anstoß Online.

17 Gedanken zu „Zehn Sportarten, auf die ich verzichten könnte (mit Begründungen und einem Nachtrag)“

  1. Ich finde auch die sollten mehr Fußball im Fernsehen übertragen. Der ganze Synchronschwimm-Hype geht mir mächtig auf den Senkel.:D

  2. Cricket ist jetzt auch nicht soo der TV-Sport bei uns. Man könnte vermuten, ich hätte die Liste nur geschrieben, damit ich den Zehntplatzierten noch mal irgendwo negativ erwähnen kann.

    Dennoch: 1, 3 und 5 bis 7 bekommen auch bei uns noch zuviel Fernsehzeit und Aufmerksamkeit. Heute machten z.B. am Nachmittag die Sportnachrichten von B5 aktuell mit der Streckenführung für die Tour de France 2010 auf. Da rollt’s mir die Fußnägel auf.

  3. Es kommt zuviel Judo, Karate, Ringen oder Jiu Flitzu im Fernsehen? O.k., ich habe nur DVB-T und der BR ist bei mir irgendwo auf den Programmplätzen 20 bis 33, von daher kann ich dir nicht wirklich widersprechen, da ich es wahrscheinlich nicht besser weiß.;) Und die Tour, da schaut man eh nur die letzte halbe Stunde des Rennens, wenn überhaupt. Kommt ja nachmittags. Worauf ich jedoch im Fernsehen wirklich verzichten könnte wäre Poker, Snooker und bringen die noch ab und an Dart?;)

  4. Äh, wer redet hier von Budō oder Wǔshù? Ich nicht. Da oben steht was von MMA, das ist was anderes. Was ganz anderes. Sowas wie Jiu Flitzu.

    Die Tour kommt auf jeden Fall zu oft, selbst eine halbe Stunde ist eine halbe zu viel. Vor allem, weil sie immer noch im öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen live übertragen wird. Grotesk.

    Und nichts gegen Poker! Das finde ich richtig spannend. Auch für Snooker und Dart kann ich mich manchmal erwärmen. Wie sieht denn deine Liste aus?

  5. Bei welcher Sportart ich im Fernsehen wegschalte, oder welche Berichte ich mir in der Zeitung nicht durchlese?

    Schach, Dart, Poker, Snooker, Angeln, Skaat, Doppelkopf, …

    Nein, jetzt im Ernst. Ich halte es für völlig in Ordnung wenn jeder den Sport ausübt, den er für richtig hält. Und wenn das Fernsehen ihn überträgt, dann wird es wohl auch einen Markt dafür geben. Ich freue mich z.B. jedes Mal auf die Olympischen Spiele, da man dann endlich auch mal andere Sportarten zu Gesicht bekommt. Egal ob Gehen oder Curling.

    Die Diskussion um die Übertragung der Tour auf den öffentlich rechtlichen Sendern halte ich übrigens für bigott. Dann dürften die auch keine Leichtathletik etc. mehr versenden. Katastrophal finde ich aber wenn die ARD selbst als Sponsor einer Mannschaft auftritt, wie im Fall Telekom geschehen. Und wenn sich ARD und ZDF als Veranstalter von Boxveranstaltungen verstehen, geht mir auch die Hutkrempe hoch. Da das einfach nicht sinnvoll sein kann und es überhaupt nicht ihre Aufgaben sind. Die sollen lediglich berichten, was einen Kommentar natürlich nicht ausschließt. Boxen ist zwar ein toller Sport, wenn man ihn denn verstanden hat, aber 20 WM Fights im Viertel Jahr zu veranstalten geht dann doch ein wenig zu weit.;)

  6. Im Gegensatz zur Leichtathletik, bei der ich vielen Protagonisten und auch den Verbänden ein gewisses Engagement gegen die gröbsten Doping-Auswüchse nicht absprechen möchte, habe ich beim Radrennsport nicht das Gefühl, dass dort die Mehrzahl der Aktiven und auch der Funktionäre (z.B. die UCI) wirklich begriffen haben, dass sie so nicht weitermachen sollten. Da finde ich dann nichts bigottes dabei, eine Sportart abzulehnen und vor allem abzulehnen, dass diese im öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen und -hörfunk weiter live übertragen und damit automatisch besonders gewürdigt wird.

    Und Boxen ist (fast) wie Wrestling: inzwischen mehr Entertainment als Sport. Leider.

  7. Gute Vorlage. Was ist denn Profisport in seinem Kern, warum kann man mit ihm Geld verdienen? Weil er grundsätzlich für die Masse Entertainment ist?;)

  8. Sport ist Wettkampf, den gibts beim Wrestling nicht.

    Ohne Biathlon & Straßenradrennen würde mir definitiv was fehlen, in ersterem Fall wäre v.a. der Winter sporttechnisch ganz schön langweilig.

    DTM steht, wenn ich es richtig deute, NICHT synonym für Tourenwagensport sondern für diese spezielle Serie. Seitdem nur noch 2 Marken mitfahren, ist es wirklich kein Vergleich mehr zum Unterhaltungsfaktor der WTCC.

    Von den Sportarten mit für mich spürbarer TV-Präsenz könnte ich verzichten auf:
    Motorradrennsport
    alles mit Pferden, besonders Dressur.
    Synchronschwimmen & Tanzsport
    Eistanzen
    Alles, was ein “Gala” oder “Schau” im Namen trägt und kein Wettkampf ist (von Turnen bis Eiskunstlauf)
    Kneipensportarten wie Dart & v.a. Snooker.

    Im Gegenzug hätte ich gerne mehr:
    American Football
    Baseball
    Eishockey
    auch mal komplett gezeigte “historische” Fußballspiele (statt dem von Eurosport praktizierten endlosen Wdh. von aktuellen Quali & Europacupspielen z.B.)

  9. äh erst von 10 Sportarten reden, dann aber Wrestling aufführen, dass aber nach eigener Aussage gar keine Sportart ist, in der Liste also nix verloren hätte…
    ja was denn nun:-)

  10. Aus der Liste der olympischen Sportarten langweilt außerdem noch ungemein der Bob- und Schlittensport und das Gewichtheben.

  11. Menno, das gilt nicht. Also das Argument vom Biathlon bei anderen Sportarten anzuwenden. Das ist ja ein individuelles Empfinden, so be- oder verurteile ich nicht jede Sportart. Die Liste soll also schon subjektiv bleiben, ist halt meine Liste. Biathlon ist eine gut vermarktete Randsportart, in der Deutsche ziemlich erfolgreich sind — und die mich früher deutlich mehr fasziniert hat als heute. Warum, kann ich nicht einmal genauer begründen.

    Der Gewichtheber-Wettkampf damals mit Matthias Steiner war natürlich beides: ein außergewöhnlicher sportlicher Wettkampf — und eine hinreißende Story. Die aber wohl auch mit anderen Nationalitäten funktioniert hätte. Und das in einer Sportart, die größte Doping-Probleme hat, vielleicht sogar größere als Biathlon. Aber das hat mich in dem Fall nicht gestört, so ungerecht verteile ich meine Sympathien.

  12. Biathlon finde ich gradios. Dabei empfinde ich das Schießen als die Schwierigkeit, den Puls runterzubekommen und etwas konzentriert zu erledigen. Sie könnten stattdessen auch 5 Fäden in Nadelöhre friemeln müssen, dann würden mich die Rennen genauso sehr interessieren!

    Cricket verstehe ich auch nicht, würde ich aber gerne. Hat meines Erachtens Flair. Und ist eben irgendwie Baseball für Briten, wobei Baseball sowieso der tollste Sport von allen ist. Dazu möchte ich mal Earl Weaver zitieren: „You can’t sit on a lead and run a few plays into the line and just kill the clock. You’ve got to throw the ball over the goddamn plate and give the other man his chance. That’s why baseball is the greatest game of them all.“

    Ich persönlich kann alle Sportarten nicht leiden, bei denen Punktrichter den Sieger auswählen.

  13. Ja, ich muss hier auch mal eine Lanze für Cricket brechen. Es ist eigentlich nicht allzu schwer zu verstehen, da es im Prinzip wie Baseball ist (nur vielleicht wirklich etwas langsamer). Die eigentlichen Feinheiten kommen bei Cricket-Spielen eher selten zur Anwendung.

    Ich war mittlerweile bei zwei Spielen in England und es hat echt Flair, vor allem, weil (für uns Fußballfans ungewohnt) selbst bei extrem wichtigen Spielen der Fairnessgedanke im Vordergrund steht: Wenn einem Spieler (egal ob Gegner oder eigene Mannschaft) ein toller Schlag gelingt oder er 50 oder 100 Punkte (sog. Runs) erzielt, dann klatschen ALLE. Gezieltes Runtermachen der gegnerischen Mannschaft gibt es einfach nicht.

    Gerade die großen Testmatches dauern wirklich lang (bis zu fünf Tage), aber es gibt auch kürzere Varianten, die in einem Tag oder sogar nur in ca. drei Stunden durch sind. Und auch das Zuschauen ist extrem entspannt: Man sitzt bei schönem Wetter (denn bei Regen wird nicht gespielt) draußen, hat Essen und Getränke dabei; wenn man mal aufs Klo oder zum Biertrinken rausgeht, versäumt man meist auch nicht viel…

  14. @elmarinho

    Schön, dass Du nochmal alle Gründe zusammengetragen hast, warum man auf Cricket verzichten kann ;)

    Bei mir lösen Reit- und Tanzsport die größten Umschaltreflexe aus. Begründungen wie bei Probek. Auf meiner Top10-Liste würde es vermutlich auch Rodeln schaffen – auf jeden Fall in der Doppelsitzer-Variante. Das sieht so eklig aus, wenn da zwei Würste durch die Röhre rutschen.

    Ansonsten mag ich auch nicht Sportarten, die dressierte Minderjährige bevorzugen (Frauenturnen, Wasserspringen). Frauenfußball ist für mich – als Fernsehsportart – auch verzichtbar. Das sieht für mich immer wie eine schlechte Parodie aus.

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