Nürnburger, eine Gastrokritik

Fußball interessiert ja zur Zeit keinen, also fülle ich den Blog mal anders. Heute mit einer Gastrokritik. Gestern erstmals gegessen:

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Ein “Nürnburger”. Gibt’s bei McDonald’s für 1,79 Euro. So sieht er ausgepackt aus:

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Erster Eindruck: erstaunlich klein, das Ding. Und schnell verspeist, zu schnell. Geschmacklich kommt der Burger wie erwartet daher, wie man sich eine Bratwurstsemmel-Miniatur vorstellt: keine Offenbarung, aber auch keine Enttäuschung, ganz ordentlich. Mein Testexemplar hatte aber etwas wenig Sauce, was das ganze zu einem eher trockenen Vergnügen machte.

Burger-Fazit: Essbar. Angesichts des Preises und der geringen Größe bieten aber die in der selben Bulettenbudenkette deutlich günstiger angebotenen Hamburger-Variationen mit Käse bzw. Huhn das bessere Preis-Leistungsverhältnis, meiner bescheidenen Meinung nach. Mit fast zwei Euro spielt der Burger auch in einer Liga, bei der in München starke Konkurrenz aus der traditionellen Mitnahme-Gastronomie herrscht. Dieses Prachtexemplar einer Leberkässemmel meines Hausschlachters war zum Beispiel nicht nur deutlich nahrhafter, sondern auch noch preiswerter.

13 Gedanken zu „Nürnburger, eine Gastrokritik“

  1. Man. Das liest sich ja gar nicht gut. Bilde mir aber nochmal meine eigene Meinung. Was sollen denn da die Röstzwiebeln drauf? Hoffe, dass auf meinem Nürnberger auch ohne bestellen kann.

    Eigentlich kann man dem Burgerbrater nur viel Erfolg mit den Drei im Weggla wünschen, damit man die Bratwurst wieder in den Innenstädten zu finden ist.

    Schön der Vergleich zum LKW beim Lieblingsmetzger.

    Habe fertig.

  2. Übrigens: Die Nürnberger Bratwürste aus der Hoeneß’schen Wurstfabrik finden sich als Handelsmarke bei ALDI Süd – falls man das Vergnügen einmal wiederholen will. (Burger-Brötchen dürfte man da auch finden.)

    Ähm, sind da Röstzwiebeln drauf? Und wenn ja: Warum?

    Ich hab in letzter Zeit bei McDonald’s öfter mal die anderen 1,79-Burger gegessen (irgendwas mit Hähnchen und Rucola und noch eine zweite Variante mit Rind glaub ich), die sahen wesentlich reichhaltiger belegt aus.

  3. Zutaten des Nürnburgers (offiziell):

    Ciabatta-Brötchen
    Rostbratwürste
    Röstzwiebeln
    Senfsauce

    @Max:

    Warum da Röstzwiebeln drauf sind? Da bin ich überfragt. Ich vermute mal, aus Geschmacksgründen. Vielleicht, weil bei einem Hot Dog sowas auch ein Standard-Zusatz ist? Aber das ist selbstverständlich eine inoffizielle Auskunft, pure Spekulation. Die Frage müssteste also eigentlich dem Hersteller stellen, ich kann und darf die nicht beantworten.

  4. Gerade noch mal nachgesehen, um den subjektiv empfundenen Nährwert des Burgers mal mit der Wirklichkeit zu vergleichen (jeweils offizielle Angaben von McDonald’s):

    Nürnburger 375 Kcal
    Chickenburger 315 Kcal
    Cheeseburger 300 Kcal
    Hamburger 255 Kcal

  5. Wie ist denn das Handling, Stichwort “herausrutschende Würste”? (Optisch finde ich den Nürnburger eher grenzwertig)

  6. @dogfood

    Ja, das ist nicht ganz trivial. Ich empfehle die beidhändige Bedienung (Behändling), sonst rutschen die Würste leicht an der Seite raus – vor allem, wenn zu wenig Bindemittel (i.e. Senfsauce) aufgetragen wurden. Auch wenn es sich etwas komisch anfühlt, einen so winzigen Burger auch noch mit zwei Händen halten zu müssen.

    Die Optik finde ich annehmbar. Vor allem angesichts der direkten Konkurrenz, die mit weichen Labberbrötchen antritt und unter Druck noch weniger Haltung bewahrt. Deren Optik finde ich viel grenzwertiger.

    Aber das eine geht wohl nicht ohne das andere: eine zur Hälfte eingeschnittene, d.h. zu einer Seite geschlossene weiche Hotdog- oder härtere Ciabatta-Semmel passte bei einarmiger Handhabe vielleicht besser zur Füllung, hätte aber in der Burgerwelt von McDonald’s einen Paradigmenwechsel eingeleitet. So weit wollten sie offenbar nicht gehen, das Dogma der komplett durchschnittenen Semmel zu Gunsten einer nur Seitengeöffneten aufzugeben.

  7. Musste das Teil natürlich auch gleich am ersten Tag probieren, nachdem ich mir auch schon die etwas merkwürdigen Werbespots mit Uli Hoeneß in der Sushi-Bar oder beim Fischhändler reingezogen hatte.
    Erster Gedanke: Huch, billiger als ich dachte.
    Zweiter Gedanke: Huch, kleiner als ich dachte.

    Sieht aber ordentlich aus und schmeckt auch,
    trotzdem kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass
    das Teil dauerhaft bei McDo im Programm bleibt.

  8. hab´s heute auch mal ausprobiert, gleich zwei nacheinander. preis finde ich jetzt nicht soooo problematisch … gut geschmeckt hat´s auch, deutlich oberhalb dessen, was man sonst so bei mcdonalds geliefert bekommt. “handling” hat probek schon erklärt, aber “beidhändigkeit” ist ja bei mcdonalds allgemein gefragt.

    problem meiner meinung nach – der “produktionsaufwand” ist anscheinend ziemlich hoch und die wartezeiten entsprechend lang. sicher gut fünf minuten auf den zweiten gewartet … wobei man dazu sagen muss, dass mcdonalds für mich schon lange nicht mehr fast food ist (was anderes als junk food wird´s nie werden lol).

    sind anscheinend sowieso die nürnberger, die auch bei aldi verkauft werden, kann man also mit wenig aufwand und wahrscheinlich zum halben preis daheim machen …

  9. (…)* Eindeutiger Aufruf zum Boykott!

    *[Geschwafel, welcher Bratwursttyp warum besser schmeckt; gelöscht, Anm. Probek]

  10. So, jetz mal meine Kritik:

    Der “Burger” ist aufjeden Fall essbar, nur mit den “Original” “Drei im Weggla” kaum vergleichbar.

    Die “Semmel” empfinde ich als zu trocken. Die Würste schmecken etwas gewöhnungsbedürftig und waren bei mir eher lauwarm. Kein Vergleich zu gegrillten! Auch empfinde ich die Größe der Würste etwas kleiner als bei den normalen Nürnberger Bratwürsten.

    Etwas mehr Senft drauf (damit es nicht so ein trockenes Vergnügen wird) und die Würst in Originalgröße drauf legen.

    Der Preis für den Nürnburger ist auch viel zu teuer, um mit einen Hamburger konkurrieren zu können. 1 Euro wäre der perfekte Preis, um mit ihn konkurrieren zu können, jedoch wohl kaum realisierbar.

    Die nächste Möglichkeit wäre 2 Bürger als Menü zu machen, sprich 2 Nürnburger, Pommes und Cola. Das wäre ehrlich gesagt mein Favourit. Weil alleine, für 1,79 Euro wird er sich kaum halten können. Da bieten 2 Hamburger ein deutlich besseres Preis/Leistungsverhältnis.

    Ich hoffe aufjeden fall das sich der Nürnburger etabliert. So bekommt man aufjeden Fall deutschlandweit (ggf. dann Weltweit, falls es echt ein Erfolg werden sollte, original fränkisches Essen :)

    Was will man mehr :)

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