Sonntag

Gewinner. Verlierer. Sieger. Unterlegene. Helden. Deppen. Um das zu relativieren: 204 FIFA-Mitgliedsländer wollten Weltmeister werden. 32 Nationen spielten im Turnier. Nun gibt es noch zwei Mannschaften, die Weltmeister werden können. Beide sind Gewinner, schon jetzt.

Und wie auch immer das Spiel am Sonntag ausgeht: eines der großartigsten Fußballspiele, das ich je sehen durfte, habe ich am 8.7.2014 gesehen. Das Spiel wird uns für die Ewigkeit bleiben. Sollte aber das Finale am Sonntag gewonnen werden …

Vielleicht sollte ich noch ergänzen, wie großartig ich die Feier von 1996 fand (an 1990 erinnere ich mich nicht mehr). Eine ganze Stadt (ich war in Münster, studierte dort) feierte den Europameistertitel. Überragend. Und so muss es im ganzen Land gewesen sein.

Eine der schönsten Erinnerungen, die ich im Zusammenhang mit Fußballspielen habe. Also, falls es Sonntag wirklich klappt: feiert schön.

And the Oscar goes to …

Meine Tipps für die Oscar-Verleihung:

Bester Film: The Artist
Beste Regie: Michel Hazanavicius, The Artist
Bester Schauspieler: Jean Dujardin, The Artist
Beste Schauspielerin: Viola Davis, The Help
Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer, Beginners
Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer, The Help
Adaptiertes Drehbuch: Alexunder Payne, Nat Faxon und Jim Rash, The Descendants
Originaldrehbuch: Woody Allen, Midnight in Paris
Animierter Feature-Film: Rango
Art Direction/Szenenbild: Production Design: Dante Ferretti, Set Decoration: Francesca Lo Schiavo, Hugo
Kamera: Emmanuel Lubezki, The Tree of Life
Kostüm-Design: Mark Bridges, The Artist
Dokumentarfilm: Joe Berlinger und Bruce Sinofsky, Paradise Lost 3: Purgatory (sorry, Wim)
Dokumentar-Kurzfilm: Lucy Walker und Kira Carstensen, The Tsunami and the Cherry Blossom
Filmschnitt: Anne-Sophie Bion und Michel Hazanavicius, The Artist
Fremdsprachiger Film: Nader und Simin – Eine Trennung/A Separation (Iran)
Makeup: Mark Coulier und J. Roy Helland, The Iron Lady
Filmmusik: Ludovic Bource, The Artist
Song: Man or Muppet (Bret McKenzie), The Muppets
Animierter Kurzfilm: The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore
Kurzfilm (nicht animiert/”Life Action Short Film”): Terry George und Oorlagh George, The Shore
Tonschnitt: Philip Stockton und Eugene Gearty, Hugo
Tonmischung: Tom Fleischman und John Midgley, Hugo
Visuelle Effekte: Joe Letteri, Dan Lemmon, R. Christopher White und Daniel Barrett, Rise of the Planet of the Apes

Liveblog von der Jahreshauptversammlung 2011 des Vereins FC Bayern München

Wenn der Akku hält, ich ein Funknetz (oder ein freies WLAN) und ausreichend Strom zur Verfügung habe, gibt es heute Abend, wie fast jedes Jahr, erneut einen Liveblog von der Jahreshauptversammlung meines Vereins, des FC Bayern München e.V. Wer sich dafür interessiert, sollte ab 18:45 Uhr hier vorbei schauen. Ich hoffe, zumindest über Twitter Bescheid sagen zu können, ob ich berichten kann.

Liveblog via Cover it Live:

Tagesordnung (lt. Bayern-Magazin 6/2011):

1. Berichte des Präsidiums

2. Berichte des Vorstands der FC Bayern München AG

3. Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

4. Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Kassen- und Rechnungsprüfung

5. Wahl eines Ehrenratmitglieds

6. Ehrungen

7. Anträge

8. Verschiedenes

Die Versammlung im Audi Dome (der ehemaligen Rudi-Sedlmayer-Halle) beginnt um 19:00 Uhr, Eintritt haben ausschließlich Vereinsmitglieder. Und akkreditierte Pressevertreter.

Kleiner Hinweis: in der Regel ist die Veranstaltung (kostenlos und frei für alle) auch über einen Video-Stream von der Vereinswebsite zu verfolgen — zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Mitglieder sich mit ihren Fragen bzw. Anträgen direkt an die Vereinsführung wenden können (siehe Pkt. 8 – “Verschiedenes” auf der Tagesordnung).

Aktion Libero — ein Anfang

Am 23. September 2011 war ein Fußballspieler zu Gast in einer TV-Sendung, um ein Bekenntnis abzulegen: er sei nicht schwul. Ein Bekenntnis, das er für nötig hielt — und zu dem auf Lizas Welt die passenden Worte stehen.

Dass aber ein deutscher Fußballnationalspieler meint, sich von einer sexuellen Ausrichtung distanzieren zu müssen, halte ich für ein Zeichen der Zeit. Für ein schlechtes. Zeit für die Aktion Libero.

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Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist; Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

aktion libero logo

Mein 11. September 2001

Das zweite Flugzeug habe ich live gesehen. Ich war zu Hause, hatte erfahren, dass ein Flugzeug ins World Trade Center eingeschlagen war, und den Fernseher angemacht. Dort war der eine Turm zu sehen, im Rauch, brennend.

Dann flog das zweite Flugzeug in den zweiten Turm. Der Terror landete endgültig in meinem Wohnzimmer; ein paar tausend Kilometer entfernt, aber näher konnte er kaum kommen. Die Welt war schlagartig eine andere und blieb es, bis heute.

Es gibt kein Ereignis, das ich als Zeitgenosse miterleben musste, was mich wütender macht. Keinen Terrorakt, der mich ohnmächtiger hinterließ. Und keinen, der mir näher geht.

Nicht, weil ich Freunde an der TU Hamburg Harburg hatte, die ich besuchte, Parties feierte, zu Zeiten, als auch Mohammed Atta dort studierte. Nicht, weil ich bei einem Besuch in New York auch oben im World Trade Center stand, ein paar Jahre nach dem ersten Anschlag, das Gebäude und die Aussicht genießend, beides gigantisch.

Es ging und geht mir nahe, weil ich mit dem Einschlag des zweiten Flugzeugs spürte: hier will jemand den westlichen Lebensstil angreifen. Meinen Lebensstil, meine Symbole, meine Freiheit. Menschenverachtend, so brutal, wie es nur geht.

Ich werde den 11. September 2001 nie vergessen können. Ich kann nur hoffen, ähnliches nie wieder erleben zu müssen.

Mein Filmfest München 2011

Servus. Nutze ich doch mal den Blog, um an einer Stelle zu sammeln, was ich so über die 2011er Ausgabe des Filmfest München von mir gebe.

Miniaturkritiken der gesehenen Filme (Erstveröffentlichung auf Twitter):

BETTER THIS WORLD ★★★☆☆ — Doku. Wie das FBI und die Justiz mit zwei verführten jungen Männern umgeht: zum Kotzen. Wenn das so stimmt.

CORMAN’S WORLD ★★★☆☆ — Opulente Doku über einen Filmemacher mit opulentem Output: Roger Corman. Zum Hauptverneigen.

DIE GROSSE PASSION ★★★☆☆ — Ein langer, intimer Blick hinter die Kulissen der Oberammergauer Passionsspiele. Mehr Bayern geht nicht.

HESHER ★★★★☆ — Toll besetzte, toll gespielte Tragikomödie. Merke: Metal-Heads sind die besseren Therapeuten. Rock on! Herausragend.

LE HAVRE ★★☆☆☆ — Wie nennt man das? Magischer Realismus? Magerkost? Filmstillfilm? Kargstes Schauspiel? Jedenfalls: nichts für mich.

LONDON BOULEVARD ★★★☆☆ — “Notting Hill”, Gangsta-Version. In einer (zu leisen) OF einen Tick zu britisch für mich. Aber ganz nett anzusehen.

MACHETE MAIDENS UNLEASHED! ★★★☆☆ — Doku über (auf den Philippinien gedrehte) Exploitationfilme. Krasser Scheiß. Aber sehenswert.

MICHAEL ★★★★☆ — Spielfilm über den Alltag eines Pädokriminellen. Alles andere als unterhaltsam, aber sicher ein herausragender Film.

PHOENIX IN DER ASCHE ★★★★☆ — Access-All-Areas-Doku über Phoenix Hagen in der Saison 2009/10. Mehr Einblick in Spitzensport geht kaum.

POST MORTEM ★★★☆☆ — Langsamer, depressiver Film über ein Ereignis, das depressiv macht: den Militärputsch in Chile 1973. Sehenswert.

THE YELLOW SEA (The Murderer) ★★★☆☆ — Erst ein, dann zwei Männer, die sich, immer abstruser, aber immer unterhaltsam, durch China und Korea metzeln.

TYRANNOSAUR ★★★☆☆ — Bitterer Blick in die Vorhöllen, die in britischen Vorstädten aller Klassen warten können. Herausragend gespielt.

Bewertungssystem und weitere Filmkritiken: probek.net/filme.

Terminplan der Filme (mit Wertungen).

Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen …

… nur zu hören, und zwar den
Fehlpass Podcast #59 (Auf deutsch gesagt), bei dem ich teilnehmen durfte:

[audio:http://www.fehlpass.com/podcast/fehlpass-com-059-Auf-deutsch-gesagt.mp3]

Gibt’s auch auf Itunes und als MP3-Direktlink (100 MB, 1h:49min*).

*mit allen Outtakes, sonst ca. eine Stunde

15 Punkte nach Köln

1. Verdiente Niederlage, da gibt’s nichts.
2. Der FC Bayern ist derzeit keine (Bundesliga-)Spitzenmannschaft (sorry, dass man das extra noch mal hinschreiben muss, geschweige denn das Wort “Spitzenmannschaft” verwenden darf). Das Spiel gegen den 1. FC Köln lieferte dafür leider den xten Beweis in dieser Saison.
3. Auch daher hat das Ergebnis des Spiels gegen Köln sicher nicht das Label “Sensation” verdient, das man sofort wieder hören konnte.
4. Nichts desto trotz ist das zwar ein erneuter Rückschlag, aber nur bei einer Aufholjagd, die kaum noch realistisch war. Der zweite Platz in der Bundesliga, darum geht es. Und der wäre bei einem Sieg drin gewesen, jetzt ist er, dreizehn Spiele vor Saisonende, ganze drei Punkte entfernt.
5. Die Bilanz der Bayern aus den letzten zehn Pflichtspielen: Niederlage-Sieg-Sieg-Sieg-Sieg-Unentschieden-Sieg-Sieg-Sieg-Niederlage.
6. Anders gesagt: Sieben Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen. Schlecht geht anders.
7. Es gibt sicher nicht den einen Grund für die Schwäche der Bayern. Und selbst wenn es den einen Grund gäbe, hieße er meiner Meinung nach nicht Louis van Gaal.
8. Viele Fußballfans sind Heulsusen, die ihr Vergnügen am Unterhaltungbetrieb Profifußball vor allem darin finden, besonders abfällig über die Leistung einzelner Profifußballer (ersatzweise: der kompletten eigenen Mannschaft, der Trainer, der Schiedsrichter, der Funktionäre, der eigenen oder der anderen Fans) zu urteilen.
9. Der Anteil der Heulsusen unter den Bayernfans ist nach meinem Eindruck eindrucksvoll hoch.
10. Wenn es nicht meine Mannschaft wäre, könnte ich dieses Rumgeheule, das nicht nur nach Niederlagen einsetzt, sondern für viele offenbar grundsätzlich zum Fußballgucken gehört, noch unterhaltsamer finden.
11. Nächste Woche ist wieder ein Spiel.
12. Bayern kann ins DFB-Pokalfinale kommen.
13. Bayern kann Inter Mailand schlagen und ins Viertelfinale der Champions League kommen.
14. Bayern kann auch einmal nicht Meister werden.
15. Bayern kann, und selbst davon würde die Welt nicht untergehen, sich sogar mal wieder nicht für die Champions League qualifizieren. Ob es wirklich so weit kommt, ist aber noch längst nicht absehbar.

Vorbericht: FC Köln – FC Bayern (Gastautor: Axel)

In nicht einmal 24 Stunden spielt der FC Bayern München in Köln, gegen den dortigen 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V. Anlässlich dieses Gastspiels hat mich der FC-Köln-Fan Axel (vom Blog “Der vierte Offizielle“) gefragt, ob ich nicht Lust auf einen Vorberichtsaustausch wie neulich mit Jekylla habe. Hatte ich. Seinen Vorbericht über das kommende Bundesligaspiel der Bayern findet ihr hier, meinen wenn ich ihn dann endlich fertig geschrieben habe, demnächst auf dervierteoffizielle.de.

Es könnte ja alles so einfach sein, nicht wahr? Eine fußballverrückte Stadt, ein schmuckes 50.000-Mann-Stadion, dass eigentlich immer mit williger Kundschaft voll ist, Bereitschaft aus der Wirtschaft, Geld in die Hand zu nehmen. Alles da. Woran liegt es denn nur, dass mein Verein seit 21 Jahren am Boden liegt? Warum ist in Köln immer alles anders?

In den letzten Tagen konnte der geneigte Beobachter wieder einmal bewundern, wie es der FC perfektioniert hat, sich ins eigene Knie zu schießen. Mit der Farce um Choupo-Moting, der unfassbaren Niederlage gegen St. Pauli und den internen Querelen um den jetzigen Vorstand ist der Kölner “Vorzeigeclub” zwar erneut in vielen Gazetten vertreten, doch natürlich nur, damit Restdeutschland was zum lachen hat.

Sie merken es schon, es ist in diesen Tagen nicht leicht, ein Fan oder ein Freund des 1.FC Köln zu sein. Ich verzage auch langsam an dem Gedanken für den Rest meines Lebens eher die Sportfreunde Siegen als den FC Barcelona sehen zu müssen aber: Es nützt ja nix, da müssen wir jetzt durch. Was soll ich machen? Nach Leverkusen gehen?

Am Samstag tritt der deutsche Rekordmeister in Köln-Müngersdorf zum Kräftemessen an. Wie bei jedem Spiel gegen die Bayern (bei wohl jeder Mannschaft in Deutschland) gilt auch diesmal: Hey, kein Problem, willkommen, es ist das einfachste Spiel des Jahres, kein Mensch rechnet mit irgendwas außer einer Niederlage. Schaut man ein wenig zurück, so ist der letzte Sieg der Bayern jedoch schon eine ganze Weile her: Er datiert aus dem September 2008, ebenfalls in Köln. Seitdem gab es für den FCB keine drei Punkte mehr gegen den FC aus Köln. Tapfere drei Unentschieden und sogar eine Niederlage stehen von 2009 bis Heute zu Buche. Haben die Bayern eine ähnliche Bilanz gegen einen anderen Gegner auf diesem Planeten?

Es besteht also kein Grund die Flinte gleich ins Korn zu werfen, auch wenn Köln tief (und ich meine tiiiief) im Abstiegssumpf steckt und die Bayern gerade zurück in die Spur finden. In Volker Finkes erstem leibhaftigen Spiel im Rheinenergiestadion (oh Mann…) wird Trainer Schaefer versuchen der Mannschaft wieder ein Stück Leben einzuhauchen, die Fans zurück zu gewinnen, den “Express” ein wenig ruhig zu stellen. Ich gehe tatsächlich nicht von einer defensiven Strategie aus, auch wenn die Mannschaft -unbestritten- nicht die Qualität hat um spielerisch gegen den FCB mitzuhalten. Es wird über den Kampf gehen müssen.

Der neue Sportdirektor traf sich dann auch sogleich mit dem ehemaligen Kapitän, seinem Freiburger Ziehkind Mohammad, der seit der Inthronisation des Prinzen im Schmollwinkel ausharrt, angeblich schon in der Winterperiode den Verein verlassen wollte aber nun doch weiter am Geißbockheim grast. Mohammad ist extrem wichtig für die Innenverteidigung, denn Neuzugang Eichner ist für die linke Seite geholt worden und der zweite Neuzugang, der Japaner Makino sollte eine Alternative für die rechte Außenbahn sein, die letzten Samstag so gnadenlos unterging.

Idealerweise würde sich die Abwehr aus Eichner – Mohammad – Geromel – Makino zusammensetzten. Im Tor, der dritte Neuzugang des Winters, „Euer“ ehemaliger Titan-Nachfolger Rensing. Gegen Pauli zeigte er eine sehr gute bis fantastische Leistung. Er allein verhinderte ein 0:6 beim direkten Abstiegskonkurrenten. Rensing scheint eine gute Wahl zu sein, wenn man das nach drei Spielen sagen kann.

Unser traditionell schwaches Mittelfeld (das hätte man mir mal vor zwanzig Jahren sagen sollen: Köln? traditionell schwaches Mittelfeld…) vergessen wir mal ganz schnell. Keine Ahnung ob Petit wieder dabei ist oder immer noch an einer Zerrung aus dem Lautern-Spiel laboriert. Keiner der auflaufenden Spieler hat die fußballerische Qualität um das offensive Mittelfeld der Bayern ernsthaft in Gefahr zu bringen. Es wird wahrscheinlich darauf hinaus laufen das Spiel möglichst hässlich zu gestalten, weit weg vom eigenen Strafraum, ergo: Hoch und weit über Matuschyk und Lanig hinweg, die beide eh -sowohl geistig als auch körperlich- viel zu langsam sein dürften.

Vorne steht mit Peszko der vierte Wintereinkauf, ein polnischer Nationalspieler, der gegen Bremen eine schöne Leistung zeigte, gegen Pauli jedoch mit dem Rest der Mannschaft unterging. Auf der anderen Seite rechne ich mit Clemens statt Jajalo, wie in den Spielen vorher. Dazu kommt dann noch das Prinzenkind, der Erlöser Bergheims mit dem Vorzeige-Idiom: Der Poldi!

Podolski spielt gar keine schlechte Saison, wenn man mal bedenkt wer ihm alles zu Seite gestellt wurde. Dennoch ist es so, dass man ihm schon in den ersten Minuten anmerkt ob er „Bock“ auf Fußball hat, oder eben nicht. Er kann an guten Tagen begeistern, berauschen, verzaubern, keine Frage. Genauso kann er aber auch an miesen Tagen die ganze Mannschaft mit in den Abgrund ziehen. Viertel vor Vier wissen wir mehr.

Im Sturmzentrum steht Novacovic. Ja. So in etwa. Er steht halt da. Mehr braucht es manchmal nicht, viel mehr kommt aber auch nicht. Er braucht halt mal was Verwertbares.

Was bleibt denn nun für Samstag? Auf dem Papier ‘ne klare Sache für Euch, doch es gab schon größere Sensationen in der Geschichte. Falls der FC es schafft in den ersten Minuten Müngersdorf wieder ins Boot zu holen, falls die Mannschaft den Kampf annimmt und einsieht, dass sie nur mit höchster körperlicher Disziplin eine Chance gegen die Bayern haben wird, falls Poldi und Rensing einen Sahnetag erleben…es ist wie immer: Das Spiel muss erst gespielt werden.

Für diejenigen, die nach Köln reisen noch ein kleiner Tipp: Am Samstag 14:00 Uhr spielt die Fortuna (mittlerweile NRW-Liga) gegen RW Essen. Hafenstraße, you know. Da braut sich was zusammen. Ich würde die Altstadt an diesem Samstag Abend meiden, ebenso die Gebiete rund um den Chlodwigplatz. Dennoch viel Spaß in Köln auch wenn ich hoffe, dass die drei Punkte überraschenderweise am Rhein bleiben.