Archiv für FC Bayern

727 Millionen Euro

727 Millionen Euro. So hoch ist laut BBDO der Markenwert des FC Bayern München, der damit nach einer gestern von der Werbeagentur veröffentlichten Rangliste europäischer Fußballvereine auf den sechsten Platz kommt. Kein anderer deutscher Verein konnte sich in den Top Ten platzieren, erst auf Rang 13 folgt Schalke mit 436 Mio. Euro, auf Platz 19 (Vfb Stuttgart - 288 Mio.) bzw. 20 (Werder Bremen - 275 Mio.) sind dann weitere deutsche Vereine zu finden. Auf den ersten Plätzen landen die üblichen Verdächtigen: Real Madrid (1.063 Mio.), Barcelona (948 Mio.) und Manchester United (922 Mio.).

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“Keine deutsche Elf hat mehr Substanz als Bayern”

'The last Champions League game at Munich's Olympic Stadium' by probek

Foto: The last Champions League game at Munich’s Olympic Stadium

Aber mal ehrlich: Diese Champions League hat kein spezielles Element aufzuweisen – außer der Abwesenheit des FC Bayern.

Jorge Valdano in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” von heute (noch nicht frei online). Und noch ein Zitat:

SZ: Eine deutsche Mannschaft sehen Sie nicht im Kreis der Favoriten?

International sind die Reibungsverluste oft zu fundamental, um auch in den letzten Schlachten zu bestehen. Diesbezüglich hat keine deutsche Elf mehr Substanz als Bayern München.

Zeit für ein paar Krokodilstränen. Ich vermisse Dich, Champions League.

[Nachtrag 19.9.]: Inzwischen ist das Interview auch online erschienen – mit einem Zeitstempel (17.9., 17:07 Uhr), der wohl geschwindelt ist (der erste Kommentar unter dem Artikel datiert auch erst vom 18.9., 15:24 Uhr). Schön zu wissen, liebe SZ, wann der Artikel ins Redaktionssystem eingegeben wurde. Nicht schön, dass Eure Angabe suggeriert, er wäre auch zu dem Zeitpunkt online gegangen. Ich habe länger geschaut, auch die Online-Suche von Sueddeutsche.de bemüht, konnte das Interview aber am Dienstag Vormittag noch nicht finden. Vielleicht ist es ja auch schon am 17.9. online gegangen – war aber noch nicht verlinkt. Und dass die SZ zur Steigerung der Klickraten solch einen Artikel in drei Teile teilt, finde ich auch unschön, lässt sich mit SZ-eigenen Bordmitteln aber umgehen.

Rama dama

Auf was für Gedanken man so kommt. Was machen z.B. muslimische Hochleistungssportler während des Ramadan? Der beginnt am heutigen Donnerstag, dem 13. September 2007 und verbietet Muslimen von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang leibliche Genüsse wie Essen und Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Ich habe mich jetzt gefragt, wieweit diese Verbote (also das mit dem Essen und Trinken, um genau zu sein) die Leistungen von Bayern-Spielern wie Ribéry (der zum Islam konvertierte) und Altintop (von dem ich einfach mal vermute, dass er ein Muslim ist) beeinflussen. Zu meiner Beruhigung hat der Fastenmonat Ribéry aber offenbar nicht vom Toreschießen abgehalten, wie man auf Fussballdaten.de nachlesen kann. Und da sich die Bild-Zeitung auch schon dasselbe gefragt hat, kennt man auch Ribérys Antwort: “An freien Tagen werde ich fasten, wenn ich spiele, dann nicht.” Da ist er also nicht päpstlicher als der Papst, um mal diesen interkonfessionellen Vergleich zu wagen.

Update 16.9.: Auch die Zeit hat sich ähnliche Gedanken gemacht (und verwendet das Zitat aus der Bild ohne Bild zu nennen). Und Berkant Göktan vom Vier-Zahlen-Verein hat ebenfalls eine ganz persönliche, pragmatische Antwort gefunden:

Das mache ich nicht, weil ich sonst Probleme mit der Kraft bekomme. In meiner Zeit in der Türkei habe ich das bei einigen Mitspielern erlebt, die während des Ramadans ihre Leistung nicht abrufen konnten.

Bayerns Markenimage als Großkotz

“Und, wie hat Bayern gespielt?” Man stelle sich vor, die Antwort lautete künftig regelmäßig: “Großartig.” Wäre das nicht der Horror?

Ein Zitat aus “Plötzlich ist das Projekt Bayern spannend“, einem lesenswerten Kommentar von Peter Unfried in Spiegel Online über die neuen Bayern, die sich nach dem Spiel in Hamburg doch als Sterbliche erwiesen haben. Unfried beschreibt unter anderem das Markenimage der Bayern und die vergeblichen Versuche anderer Vereine, sich ähnlich zu positionieren – und bezeichnet z.B. Borussia Dortmund liebevoll als “Kleinkotzer“.

Daneben wartet der Artikel mit der schönen Statistik auf, dass exakt 52,73 Prozent der deutschen Fußballinteressierten ihre Beschäftigung mit der Bundesliga vor allem über die herzliche Abneigung gegen den FC Bayern München definierten (nebenbei: wie kommt man nur an solche Zahlen? Zwei Stellen hinterm Komma??) – und wie sich Spannung in der Bundesliga bisher vor allem aus dem Duell Gut (alle anderen) gegen Böse (FC Bayern) ergeben hat. Wie sehr die Lieb-oder-Hass-Mich-Attitüde der Bayern gewollt ist, hat übrigens auch schon Roland Berger in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung herausgearbeitet: “Arroganz gehört beim FC Bayern zur Strategie“.

Poldis Kneipe in München

Poldis Kneipe in München

Das “Poldi” in München, gefunden gegenüber dem Stadion an der Grünwalder Straße – einen Kilometer vom Trainingsgelände des FC Bayern München entfernt. Hieß früher (?) offenbar “A1-Bistro (Danke, frank). Vielleicht steigert der Name ja den Bierumsatz. Ob man dort ein Kölsch oder ein Żywiec bekommt?

Wer grinst denn da?

Hopfner und ein (mir) Unbekannter bei Bekanntgabe des Gegners

Heute bei der Auslosung des UEFA-Pokals – Bayern spielt übrigens gegen den Clube de Futebol Os Belenenses aus Portugal – wer grinst denn da (neben Hopfner)? Kennt den einer?

Hier kann man sich übrigens die Auslosung noch mal ansehen. Und wer nicht auf den Server von Belenenses kommt (der derzeit überlastet ist), kann sich hier zumindest ein paar Daten holen.

Chartanalyse: Der Abstieg der Bayern

Auf der höchst informativen Website des Niederländers Bert Kassies über die europäischen Vereinswettbewerbe kann man sich ein Diagramm mit den UEFA-Rankings einzelner Teams im Jahresvergleich selbst zusammenstellen. Die Rankings der Vereine bilden dabei die Erfolge im Europacup ab, die natürlich insgesamt in die Fünf-Jahres-Wertung der Länder einfließen (eine schöne Übersicht über den Abstieg Deutschlands und den Aufstieg Englands sowie Rumäniens in dieser Wertung findet man auch auf Kassies’ Website).

Aber mich interessierte die Platzierung einzelner deutscher Vereine in dieser Wertung. Voilá: anbei das Diagramm mit dem FC Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04, Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und – zum Vergleich – der derzeitigen Nummer Eins, dem AC Milan, im Teamranking der Jahre 1999 bis 2007.

klicken, um es groß zu sehen

Quelle: UEFA-Team Ranking Chart

Bemerkenswert:
Der Abstieg der Bayern in der Wertung seit 2003.
Der Aufstieg Werder Bremens.
Der Durchhänger von Schalke 2001-2006.
Und der Absturz Borussia Dortmunds.

Ein ostrumänisches Teppichlager

Das Bauschild des Teppichlagers

Foto: Ostrumänisches Teppichlager von probek

“Schrecken des Alltags”, “ostrumänisches Teppichlager”, “formal so ehrgeizlos wie nur irgend möglich”, “fettleibig”: der Architekturkritiker der Süddeutschen Zeitung beurteilt den Neubau eines Vereinsgebäudes des FC Bayern München an der Säbener Straße.

Greenkeeper

Greenkeeper, originally uploaded by probek.

Weil er nichts zu tun hatte, betrieb Oliver Kahn während des Spiels gegen Hannover 96 Rasenpflege. Dafür hatte er viel Zeit: im ganzen Spiel gelang den Niedersachsen nicht ein gefährlicher Angriff auf das Tor der Bayern.

Ganz schwacher Auftritt von Hannover in der Allianz Arena, selbst wenn man berücksichtigt, dass sie in der zweiten Halbzeit mit einem Mann weniger spielen mussten. Bei einer besseren Chancenverwertung der Bayern hätten die Hannoveraner sich auch über fünf oder sechs Gegentore nicht beschweren können. Wer ein Musterbeispiel für den Begriff “Klassenunterschied” sucht, sollte sich eine Aufzeichnung dieses Spiels ansehen.

Der Derwisch

Video: Ribéry aux guignols

Nachtrag: Dailymotion hat das Original-Video inzwischen gelöscht. Aber die Sportschau hat den Clip auch gesendet, sogar mit Untertiteln:

Video: Franck Ribéry Funny Clip

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