Ein Widerspruch in sich [Update]

Heute Abend, 20:15 Uhr auf Prosieben: “Die 100 nervigsten Deutschen“, moderiert von Elton, Ingo Appelt und Oliver Petzokat. Nach meiner Rechnung kann die Sendung dann aber eigentlich nur “Die 97 nervigsten Deutschen” heißen.

[Nachtrag: Na also, der Titel hätte nur leicht geändert werden müssen (“Die 99 nervigsten Deutschen – moderiert von Platz 33, 43 und einem, der es nicht mal auf diese Liste geschafft hat”), denn Elton und Oli P. kamen dann doch selbst auf die Liste. Nur Appelt ist offenbar wirklich zu unwichtig.]

Soweit ist’s gekommen

Wer es im Fernsehen verpasst hat (und dazu gehöre ich auch):

Video: Pocher zeigt, wie’s geht (ab 1:30)

[tags]FC Bayern, Fußball, Video, Schmidt & Pocher, so weit ist’s gekommen, Fankultur, Stimmung[/tags]

Fußballfans sind Verbrecher [Update: mit Video]

Wer das Interview von Bayern-Manager Uli Hoeneß in der “Blickpunkt Sport”-Sendung des BR von Montag Abend verpasst hat, kann das auf BR-Online.de per MP3-Podcast nachholen bzw. nachhören. Ich habe gestern schon unter ständigem Kopfgeschüttel zusehen müssen.

Leider hat der Bayerische Rundfunk die nicht ganz uninteressanten Einspieler von Bayernfans und Turnvereins-Funktionären aus dem Podcast rausgeschnitten – warum auch immer. Für ein vollständiges Bild der Sendung empfehle ich daher eine Videobörse ihrer Wahl (Link aktualisiert).

Die Aussagen von Hoeneß haben natürlich für Aufruhr im Online-Gästebuch des Club Nr. 12 gesorgt. Ich zitiere mal nur ein Statement:

Der ständige Vergleich mit den italienischen Verhältnissen ist einfach nur lächerlich, taugt aber offensichtlich, um Zuschauern, die sich nicht so mit der Materie beschäftigen, Angst zu machen, und entsprechende Stimmung gegen den C12 zu schüren. Ich weiß nicht, ob Uli H. das selber alles glaubt, was er da gestern so zum Besten gegeben hat. Wenn’s so wäre, sollte er sich einfach besser informieren. Aber ich befürchte leider, dass es einfach so ist, dass kritische Bayernfans ruhig gestellt werden sollen, damit noch mehr Kunden in die Arena kommen.

“Das deutsche Fernsehen steckt momentan in seiner größten Krise”

Ich liebe das Fernsehen, aber ich schalte es nicht mehr freiwillig ein.
(…)
Und da kommen wir zum zweiten großen Grundsatzproblem [des deutschen Fersehens], neben der Quotenhuldigung, und das ist, ich glaube vielleicht sogar noch wichtiger: Der Spaß am eigenen Medium. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich in der letzten Jahren einmal einen Redakteur traf, der auch nur ansatzweise Anzeichen dafür zeigte, dass ihm seine Arbeit wirklich selber Freude macht. Der darauf aus war, etwas zu verwirklichen, was er selber mögen würde.

Oliver Kalkofe in einer Brandrede (PDF) zum Zustand des deutschen Fernsehens, gehalten auf den Münchner Medientagen 2007.

Gefunden über DWDL.de, die eigentümlicherweise behaupten*, sie hätten die Brandrede** Kalkofes exklusiv***. Eigentümlich, denn über die Website der Medientage lässt sich ein qualitativ deutlich besserer (und deutlich längerer) Mitschnitt der Diskussionsrunde auch abrufen. Und hoffentlich auch noch nach Dienstag Abend.

*Hat sich inzwischen erledigt, vgl. den Kommentar von Thomas Lückerath.

**Die natürlich nicht Brandrede, sondern “Keynote” heißt, wir sind ja auf einem Kongress.

***Exklusiv wohl in dem Sinn, dass da jemand von DWDL ein Aufnahmegerät auf dem Tisch liegen hatte und genau diesen Mitschnitt inklusive Atmo dann exklusiv auf DWDL.de veröffentlicht hat (mit dem Zusatz, dass der “exklusive” Mitschnitt dann auch nur bis Dienstag Abend online abrufbar ist).