Archiv für Fundsachen
Trapped in the Closet
Einfach großartig. Aber schaut selbst:
Video: Top Gun Recut [via Jeriko One]
Auch gut (und der Lieferant für die Überschrift): Trapped in the Closet.
Postkarten aus der Hölle
Was man alles so sieht, wenn man nur einfachen Links folgt. Gerade noch darüber gegrübelt, wer die hübschere Hälfte aus “Brokeback Mountain” sein könnte, lese ich über Heath Ledger, dass er sich mit einer Aussage über West Virginia nicht gerade beliebter gemacht hat. So gab es in dem US-Bundesstaat wohl zuletzt im Jahr 1931 einen Lynchmob – und nicht noch in den 1980er Jahren, wie Ledger meinte. Soweit die Vorgeschichte, nun zum eigentlichen Kern meiner Geschichte.
Was es heißt, ein Fan zu sein
Richard aus London, Tottenham Hotspurs-Fan seit 40 Jahren, berichtet vom 4:4 seines Clubs gegen Aston Villa – und dass er solche Spiele körperlich nicht mehr ertrage:
Ein Anruf bei der besten Fußball-Call-In-Show dieses Planeten (sorry, Arnd), 606 auf BBC Radio 5 Live, der beispielhaft für die Qualität der Sendung steht – und für das, was man als Fußballfan durchmacht.
Quelle: 606-Podcast der BBC, der in voller Länge hier zur Verfügung steht
[Nachtrag 8.10.]
Den Anruf eines Zuhörers oder Zuschauers als Beleg für die Qualität einer Sendung zu nehmen, ist natürlich ein wenig gewagt (vgl. auch meinen weiterführenden Kommentar). Aber jede Sendung hat halt die Anrufer, die sie verdient…
It’s up to You
Einblendung des Webshops von Radiohead, wenn man wissen will, wieviel man für den Download des neuen Albums “In Rainbows” bezahlen muss und nach dem ersten Hinweis “IT’S UP TO YOU” noch einen zweiten Klick auf das daneben abgebildete Fragezeichen wagt.
727 Millionen Euro
727 Millionen Euro. So hoch ist laut BBDO der Markenwert des FC Bayern München, der damit nach einer gestern von der Werbeagentur veröffentlichten Rangliste europäischer Fußballvereine auf den sechsten Platz kommt. Kein anderer deutscher Verein konnte sich in den Top Ten platzieren, erst auf Rang 13 folgt Schalke mit 436 Mio. Euro, auf Platz 19 (Vfb Stuttgart - 288 Mio.) bzw. 20 (Werder Bremen - 275 Mio.) sind dann weitere deutsche Vereine zu finden. Auf den ersten Plätzen landen die üblichen Verdächtigen: Real Madrid (1.063 Mio.), Barcelona (948 Mio.) und Manchester United (922 Mio.).
“Keine deutsche Elf hat mehr Substanz als Bayern”
Foto: The last Champions League game at Munich’s Olympic Stadium
Aber mal ehrlich: Diese Champions League hat kein spezielles Element aufzuweisen – außer der Abwesenheit des FC Bayern.
Jorge Valdano in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” von heute (noch nicht frei online). Und noch ein Zitat:
SZ: Eine deutsche Mannschaft sehen Sie nicht im Kreis der Favoriten?
International sind die Reibungsverluste oft zu fundamental, um auch in den letzten Schlachten zu bestehen. Diesbezüglich hat keine deutsche Elf mehr Substanz als Bayern München.
Zeit für ein paar Krokodilstränen. Ich vermisse Dich, Champions League.
[Nachtrag 19.9.]: Inzwischen ist das Interview auch online erschienen – mit einem Zeitstempel (17.9., 17:07 Uhr), der wohl geschwindelt ist (der erste Kommentar unter dem Artikel datiert auch erst vom 18.9., 15:24 Uhr). Schön zu wissen, liebe SZ, wann der Artikel ins Redaktionssystem eingegeben wurde. Nicht schön, dass Eure Angabe suggeriert, er wäre auch zu dem Zeitpunkt online gegangen. Ich habe länger geschaut, auch die Online-Suche von Sueddeutsche.de bemüht, konnte das Interview aber am Dienstag Vormittag noch nicht finden. Vielleicht ist es ja auch schon am 17.9. online gegangen – war aber noch nicht verlinkt. Und dass die SZ zur Steigerung der Klickraten solch einen Artikel in drei Teile teilt, finde ich auch unschön, lässt sich mit SZ-eigenen Bordmitteln aber umgehen.
Geschichtsklitterung
Suchbild: Wo ist der Fehler?
Auflösung: Borussia Dortmunds neue Trikots sind da (gezwungenermaßen, da sich der Hauptsponsor umbenannt hat) und darauf ist der oben abgebildete “Champions League-Print” zu finden. Und der enthält einen kleinen, aber entscheidenden Fehler: Das Champions League-Endspiel am 28. Mai 1997 fand in München statt, nicht in Dortmund.
Bayerns Markenimage als Großkotz
“Und, wie hat Bayern gespielt?” Man stelle sich vor, die Antwort lautete künftig regelmäßig: “Großartig.” Wäre das nicht der Horror?
Ein Zitat aus “Plötzlich ist das Projekt Bayern spannend“, einem lesenswerten Kommentar von Peter Unfried in Spiegel Online über die neuen Bayern, die sich nach dem Spiel in Hamburg doch als Sterbliche erwiesen haben. Unfried beschreibt unter anderem das Markenimage der Bayern und die vergeblichen Versuche anderer Vereine, sich ähnlich zu positionieren – und bezeichnet z.B. Borussia Dortmund liebevoll als “Kleinkotzer“.
Daneben wartet der Artikel mit der schönen Statistik auf, dass exakt 52,73 Prozent der deutschen Fußballinteressierten ihre Beschäftigung mit der Bundesliga vor allem über die herzliche Abneigung gegen den FC Bayern München definierten (nebenbei: wie kommt man nur an solche Zahlen? Zwei Stellen hinterm Komma??) – und wie sich Spannung in der Bundesliga bisher vor allem aus dem Duell Gut (alle anderen) gegen Böse (FC Bayern) ergeben hat. Wie sehr die Lieb-oder-Hass-Mich-Attitüde der Bayern gewollt ist, hat übrigens auch schon Roland Berger in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung herausgearbeitet: “Arroganz gehört beim FC Bayern zur Strategie“.
OT: Frings-Content et al.
Zum anknabbern: Fringles (via the Offside). Auch nicht schlecht: Torsten Frings als Cross-Dresser. Bitte dort auch nach oben scrollen, da küssen sich ein goldener Leguan namens “Schweini” und eine schwule Fee namens “Poldi” und es entsteht… aber schaut selbst. Einen Hanke-Schlumpf gibt’s auch (heh, ich hab’s nicht erfunden, es war die Church of teh Cute). Noch mehr Frings-Content: Torsten beim Urlaub in Portugal. Und zum Abschluss gibt’s noch fringslose Enthüllungen über Ribéry.


