Aber mich interessierte die Platzierung einzelner deutscher Vereine in dieser Wertung. Voilá: anbei das Diagramm mit dem FC Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04, Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und – zum Vergleich – der derzeitigen Nummer Eins, dem AC Milan, im Teamranking der Jahre 1999 bis 2007.
Bemerkenswert:
Der Abstieg der Bayern in der Wertung seit 2003.
Der Aufstieg Werder Bremens.
Der Durchhänger von Schalke 2001-2006.
Und der Absturz Borussia Dortmunds.
“Schrecken des Alltags”, “ostrumänisches Teppichlager”, “formal so ehrgeizlos wie nur irgend möglich”, “fettleibig”: der Architekturkritiker der Süddeutschen Zeitung beurteilt den Neubau eines Vereinsgebäudes des FC Bayern München an der Säbener Straße.
Unglaublich. Der Dortmunder Torhüter Roman Weidenfeller gibt angeblich zu, den Schalker Gerald Asamoah am letzten Spieltag mit den Worten “schwules Schwein” beleidigt zu haben – und wird dafür geringer bestraft, als wenn er “schwarzes Schwein” gesagt hätte. Hätte Weidenfeller sich statt für eine sexistische also für eine rassistische Beleidigung entschieden, wären er und auch der Verein nach Meldung der “Süddeutschen Zeitung” (SZ) härter bestraft worden. Homophobie ist in der Bundesliga damit billiger zu haben als Rassismus. Kann ich nicht nachvollziehen, ich finde beides gleich beschissen.
[Update 25.8.]
Während in der SZ zu lesen ist, dass Weidenfeller auf Nachfrage vor dem Sportgericht zugegeben habe, “schwules Schwein” gesagt zu haben und in der Formulierung einen strafmindernden Zusammenhang sieht, liest sich das beim Berliner Tagesspiegel anders. Laut Tagesspiegel habe vor allem die Tatsache, dass Weidenfeller sich noch auf dem Spielfeld entschuldigte und ein mögliches Foul von Asamoah dem Vorgang voraus ging, die Strafe verringert. Den genauen Wortlaut will der Vorsitzende des Sportgerichts nicht verraten: “aus datenschutzrechtlichen Gründen” und weil eine “Diskussion vermieden werden soll, ob eine Form der Herabwürdigung (…) weniger schlimm ist als die andere”.
Auch wenn ich kaum ein Wort verstehe – sehenswert ist folgendes Video allemal. Ein “Was bisher geschah”-Feature aus Frankreich über Franck Ribéry, den kleinen Franzosen. Ganz groß.
Eine nette Szene gab es am Ende der gestrigen Pressekonferenz von Lukas Podolski, für den die Tür aus dem Presseraum zurück zu seinen Arbeitskollegen vom FC Bayern verschlossen war – und auch auf heftigstes Klopfen seinerseits die Tür nicht geöffnet wurde (siehe Screenshot). Die Pressekonferenz von Podolski und weitere Videos von und über die Bayern-Stars gibt es auf EyeP.tv zu sehen. Zwar ist der Ton der Videos von EyeP.tv oft nicht optimal (bei den Pressekonferenzen hört man zu viele Nebengeräusche), aber als kostenlose Alternative zum Abruf der Pressekonferenzen über FCB.tv ist die Website einen Besuch wert.
Wettquoten von Bwin für das Spiel Werder Bremen - Bayern München am morgigen Samstag (will sagen: wettet man auf einen Heimsieg der Bremer, gibt es für 1 Euro Einsatz 3.75 Euro zurück, wettet man auf die Münchner, gibt es für 1 Euro Einsatz 1.90 zurück, 3.25 gibt’s für ein Unentschieden). Unglaublich, oder?
[Nachtrag, März 2008: Das hier ursprünglich eingebettete Video mit der Pressekonferenz in voller Länge wurde auf Sevenload inzwischen gelöscht. Die Pressekonferenz ist leider selbst bei Eyep.tv nicht mehr abrufbar, vielleicht eine Folge des Rechtsstreits gegen den FC Bayern München.]