Archiv für Fußball

Ribéry strikes back

Ein bisschen hatte ich ihn in den letzten Spielen vermisst, den Franck Ribéry vom Anfang der Saison, der die Bayern-Fans ein ums andere Mal zum Verzücken brachte. Ich war schon drauf und dran, hinter den zuletzt nicht so berauschenden Vorstellungen des kleinen Franzosen einen Ess- und Trinkverzicht zu vermuten – da hat Ribéry am Sonntag im Spiel gegen Nürnberg eine Galavorstellung gezeigt, wie ich sie in dieser Form noch nicht erlebt habe. Ich habe sie in dieser Form vor allem noch deswegen nicht erlebt, weil ich mich nicht daran erinnern kann, dass das Publikum eines Bayern-Spiels einen eigenen Spieler nach seinen Aktionen auf dem Spielfeld mehrmals und während des Spiels mit stehenden Ovationen huldigt. Die Dynamik, die Wucht, die Chuzpe, mit der der Franzose in Zweikämpfe und Sprintduelle gehen kann, ist einfach phänomenal. Meine Lieblingsszene vom vergangenen Spieltag, nach der das Publikum in der Arena eine solche Ovation entgegengebracht hat, ist auch auf Video dokumentiert (s.u.). Auch wenn diese Aktion nicht von einem Tor gekrönt war, so war sie doch beispielhaft für das bärenstarke Spiel des Franzosen. Chapeau, Franck.


Pity from Rorschach on Vimeo.

Filmrätselstöckchen 474. Auflage

Willkommen zu Nummer 474, um 23 Uhr geht’s weiter.

(Filmrätselstöckchen #473Was ist ein Filmrätselstöckchen?die komplette Vorgeschichte)

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Was es heißt, ein Fan zu sein

Richard aus London, Tottenham Hotspurs-Fan seit 40 Jahren, berichtet vom 4:4 seines Clubs gegen Aston Villa – und dass er solche Spiele körperlich nicht mehr ertrage:

Ein Anruf bei der besten Fußball-Call-In-Show dieses Planeten (sorry, Arnd), 606 auf BBC Radio 5 Live, der beispielhaft für die Qualität der Sendung steht – und für das, was man als Fußballfan durchmacht.

Quelle: 606-Podcast der BBC, der in voller Länge hier zur Verfügung steht

[Nachtrag 8.10.]
Den Anruf eines Zuhörers oder Zuschauers als Beleg für die Qualität einer Sendung zu nehmen, ist natürlich ein wenig gewagt (vgl. auch meinen weiterführenden Kommentar). Aber jede Sendung hat halt die Anrufer, die sie verdient…

Ganz kleine Piepmänner

Bilanz der Bundesliga nach den ersten beiden Spieltagen in der Champions League: Sechs Spiele, fünf (!) Niederlagen (je zwei für Bremen und Stuttgart, eine für Schalke), nur ein Sieg (Schalke in Trondheim). Kai Pahl aka Dogfood schreibt in seinem Blog, dass Marcel Reif offenbar “die Stuttgarter im europäischen Schwanzlängenvergleich für ganz kleine Piepmänner” hält. Das ist mir fast noch zu schmeichelhaft – bisher haben in dieser Champions-League-Saison alle drei deutschen Vereine kleine Piepmänner, auch wenn Schalke immerhin in Norwegen gewinnen konnte. Hoffentlich machen es die Bayern im UEFA-Cup morgen besser, sonst sehe ich schwarz für die Fünf-Jahres-Wertung (Zwischenmeldung nach den heutigen Spielen: Deutschland immer noch Sechster, einen Platz hinter Rumänien).

Wir sind Weltmeisterinnen!

Foto 'Wird sind Weltmeisterinnen!' von probek

Beflaggung meines Wohnungsfensters anlässlich der gewonnenen Weltmeisterschaft der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft.

Schiessbude München

1:0 gewonnen

'Ecke Belenenses' von probek

Foto: Ecke Belenenses

1:0. Ein oder zwei Tore mehr hätten es aber schon sein dürfen – und können.

Bilanz der Bundesliga gegen den Rest Europas nach dem ersten Spieltag im UEFA Cup und in der Champions League:

3 Siege deutscher Vereine (aus dem UEFA Cup),
3 Niederlagen (aus der Champions League),
1 Unentschieden (UEFA Cup).

Deutschland damit weiter hinter Rumänien.

727 Millionen Euro

727 Millionen Euro. So hoch ist laut BBDO der Markenwert des FC Bayern München, der damit nach einer gestern von der Werbeagentur veröffentlichten Rangliste europäischer Fußballvereine auf den sechsten Platz kommt. Kein anderer deutscher Verein konnte sich in den Top Ten platzieren, erst auf Rang 13 folgt Schalke mit 436 Mio. Euro, auf Platz 19 (Vfb Stuttgart - 288 Mio.) bzw. 20 (Werder Bremen - 275 Mio.) sind dann weitere deutsche Vereine zu finden. Auf den ersten Plätzen landen die üblichen Verdächtigen: Real Madrid (1.063 Mio.), Barcelona (948 Mio.) und Manchester United (922 Mio.).

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“Keine deutsche Elf hat mehr Substanz als Bayern”

'The last Champions League game at Munich's Olympic Stadium' by probek

Foto: The last Champions League game at Munich’s Olympic Stadium

Aber mal ehrlich: Diese Champions League hat kein spezielles Element aufzuweisen – außer der Abwesenheit des FC Bayern.

Jorge Valdano in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” von heute (noch nicht frei online). Und noch ein Zitat:

SZ: Eine deutsche Mannschaft sehen Sie nicht im Kreis der Favoriten?

International sind die Reibungsverluste oft zu fundamental, um auch in den letzten Schlachten zu bestehen. Diesbezüglich hat keine deutsche Elf mehr Substanz als Bayern München.

Zeit für ein paar Krokodilstränen. Ich vermisse Dich, Champions League.

[Nachtrag 19.9.]: Inzwischen ist das Interview auch online erschienen – mit einem Zeitstempel (17.9., 17:07 Uhr), der wohl geschwindelt ist (der erste Kommentar unter dem Artikel datiert auch erst vom 18.9., 15:24 Uhr). Schön zu wissen, liebe SZ, wann der Artikel ins Redaktionssystem eingegeben wurde. Nicht schön, dass Eure Angabe suggeriert, er wäre auch zu dem Zeitpunkt online gegangen. Ich habe länger geschaut, auch die Online-Suche von Sueddeutsche.de bemüht, konnte das Interview aber am Dienstag Vormittag noch nicht finden. Vielleicht ist es ja auch schon am 17.9. online gegangen – war aber noch nicht verlinkt. Und dass die SZ zur Steigerung der Klickraten solch einen Artikel in drei Teile teilt, finde ich auch unschön, lässt sich mit SZ-eigenen Bordmitteln aber umgehen.

Geschichtsklitterung

BVB Trikot Champions League-Print

Suchbild: Wo ist der Fehler?

Auflösung: Borussia Dortmunds neue Trikots sind da (gezwungenermaßen, da sich der Hauptsponsor umbenannt hat) und darauf ist der oben abgebildete “Champions League-Print” zu finden. Und der enthält einen kleinen, aber entscheidenden Fehler: Das Champions League-Endspiel am 28. Mai 1997 fand in München statt, nicht in Dortmund.

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