Die Lösung der Stimmungs-Probleme
Guido Schröter hat die Lösung aller bayerischen Stimmungs-Probleme gefunden: Fanatisch problematisch. Und die 20 Millionen für die hier haben wir auch noch.
Guido Schröter hat die Lösung aller bayerischen Stimmungs-Probleme gefunden: Fanatisch problematisch. Und die 20 Millionen für die hier haben wir auch noch.
Zu einem aktuellen Thema gibt es jetzt noch einen Brief, und wieder ist es ein offener, diesmal vom Club Nr. 12: Offener Brief an Karl-Heinz Rummenigge. Lesenswert ist auch der Vorspann, da steht u.a.:
Jeder weitere Tag, an dem Fans und Vereinsführung über die Presse statt im direkten und konstruktiven Dialog kommunizieren, vergrößert den bereits erheblichen Imageschaden für Verein und Fans.
(…)
Wie im Vorstand des FC Bayern arbeiten auch im Club Nr.12 Menschen, die auch Fehler machen. Deshalb freuen wir uns über konstruktive Kritik, gerade durch die Vereinsführung, die naturgemäß zu vielen Angelegenheiten eine andere Perspektive hat. Konstruktive Kritik ermöglicht es, Fehler zu erkennen und abzustellen. Leider warten wir heute - drei Tage nach der Jahreshauptversammlung - immer noch auf diese konstruktive Kritik.
Bitte mal bei der SZ diese Seite besuchen und dann beim Turnverein auf “Mannschaftsporträt” klicken.
Neben vielen Lappalien gibt es im Leben manchmal wirklich wichtige Dinge, bei denen es lohnt, sich aufzuregen und zu beschweren.
[Nachtrag, 16.11.]
Die Abgabefrist für die “größte Verfassungsgeschwerde aller Zeiten” wurde vom 19.11. auf den 24.12.2007 (Datum des Poststempels) verlängert. Und Don Dahlmann hat eine sehr lesenswerte Bewertung der Presseberichterstattung zum Thema in sein Blog geschrieben.
Der stellvertretende Vorsitzende der FC Bayern München AG offenbart auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München e.V. – neben anderen Feindseligkeiten – auch eine gewisse Technikfeindlichkeit und will auf Ebay und Google verzichten.
Ich liebe das Fernsehen, aber ich schalte es nicht mehr freiwillig ein.
(…)
Und da kommen wir zum zweiten großen Grundsatzproblem [des deutschen Fersehens], neben der Quotenhuldigung, und das ist, ich glaube vielleicht sogar noch wichtiger: Der Spaß am eigenen Medium. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich in der letzten Jahren einmal einen Redakteur traf, der auch nur ansatzweise Anzeichen dafür zeigte, dass ihm seine Arbeit wirklich selber Freude macht. Der darauf aus war, etwas zu verwirklichen, was er selber mögen würde.
Oliver Kalkofe in einer Brandrede (PDF) zum Zustand des deutschen Fernsehens, gehalten auf den Münchner Medientagen 2007.
Gefunden über DWDL.de, die eigentümlicherweise behaupten*, sie hätten die Brandrede** Kalkofes exklusiv***. Eigentümlich, denn über die Website der Medientage lässt sich ein qualitativ deutlich besserer (und deutlich längerer) Mitschnitt der Diskussionsrunde auch abrufen. Und hoffentlich auch noch nach Dienstag Abend.
*Hat sich inzwischen erledigt, vgl. den Kommentar von Thomas Lückerath.
**Die natürlich nicht Brandrede, sondern “Keynote” heißt, wir sind ja auf einem Kongress.
***Exklusiv wohl in dem Sinn, dass da jemand von DWDL ein Aufnahmegerät auf dem Tisch liegen hatte und genau diesen Mitschnitt inklusive Atmo dann exklusiv auf DWDL.de veröffentlicht hat (mit dem Zusatz, dass der “exklusive” Mitschnitt dann auch nur bis Dienstag Abend online abrufbar ist).
Dietmar Wischmeyer, eine Humorikone meiner Heimat und meiner Jugend (ich habe meine Eltern immer gezwungen, zum gemeinsamen Sonntagsfrühstück das Frühstyxradio zu hören), erklärt das Web Zwei Punkt Null in 30 Sekunden.
[via Allesaussersport.de, leider zu spät für den Mitschnitt entdeckt. Und mit Dank an Blogdesk, das für diesen Eintrag benutzt wurde]
Was man alles so sieht, wenn man nur einfachen Links folgt. Gerade noch darüber gegrübelt, wer die hübschere Hälfte aus “Brokeback Mountain” sein könnte, lese ich über Heath Ledger, dass er sich mit einer Aussage über West Virginia nicht gerade beliebter gemacht hat. So gab es in dem US-Bundesstaat wohl zuletzt im Jahr 1931 einen Lynchmob – und nicht noch in den 1980er Jahren, wie Ledger meinte. Soweit die Vorgeschichte, nun zum eigentlichen Kern meiner Geschichte.
Richard aus London, Tottenham Hotspurs-Fan seit 40 Jahren, berichtet vom 4:4 seines Clubs gegen Aston Villa – und dass er solche Spiele körperlich nicht mehr ertrage:
Ein Anruf bei der besten Fußball-Call-In-Show dieses Planeten (sorry, Arnd), 606 auf BBC Radio 5 Live, der beispielhaft für die Qualität der Sendung steht – und für das, was man als Fußballfan durchmacht.
Quelle: 606-Podcast der BBC, der in voller Länge hier zur Verfügung steht
[Nachtrag 8.10.]
Den Anruf eines Zuhörers oder Zuschauers als Beleg für die Qualität einer Sendung zu nehmen, ist natürlich ein wenig gewagt (vgl. auch meinen weiterführenden Kommentar). Aber jede Sendung hat halt die Anrufer, die sie verdient…
Foto: The last Champions League game at Munich’s Olympic Stadium
Aber mal ehrlich: Diese Champions League hat kein spezielles Element aufzuweisen – außer der Abwesenheit des FC Bayern.
Jorge Valdano in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” von heute (noch nicht frei online). Und noch ein Zitat:
SZ: Eine deutsche Mannschaft sehen Sie nicht im Kreis der Favoriten?
International sind die Reibungsverluste oft zu fundamental, um auch in den letzten Schlachten zu bestehen. Diesbezüglich hat keine deutsche Elf mehr Substanz als Bayern München.
Zeit für ein paar Krokodilstränen. Ich vermisse Dich, Champions League.
[Nachtrag 19.9.]: Inzwischen ist das Interview auch online erschienen – mit einem Zeitstempel (17.9., 17:07 Uhr), der wohl geschwindelt ist (der erste Kommentar unter dem Artikel datiert auch erst vom 18.9., 15:24 Uhr). Schön zu wissen, liebe SZ, wann der Artikel ins Redaktionssystem eingegeben wurde. Nicht schön, dass Eure Angabe suggeriert, er wäre auch zu dem Zeitpunkt online gegangen. Ich habe länger geschaut, auch die Online-Suche von Sueddeutsche.de bemüht, konnte das Interview aber am Dienstag Vormittag noch nicht finden. Vielleicht ist es ja auch schon am 17.9. online gegangen – war aber noch nicht verlinkt. Und dass die SZ zur Steigerung der Klickraten solch einen Artikel in drei Teile teilt, finde ich auch unschön, lässt sich mit SZ-eigenen Bordmitteln aber umgehen.