Die Überalterung der Gesellschaft sichtbar gemacht

Sicher um die Welt

Foto: “Sicher um die Welt”, Tchibo-Reiseprospekt 2. KW 2008

Gab es das früher auch schon? Ein Kaffeeröster preist in dieser Woche “ärztlich begleitete Rundreisen” und andere Produkte für eine überalternde Gesellschaft an.

Zitate des Tages II

Wenn die meisten deutschen Filme nur durch Förderung entstehen, heißt das ja, daß überhaupt kein Bedarf von Seiten der potentiellen (zahlungsbereiten) Zuschauer nach ihnen bestand. Die Hersteller bekommen also das Geld anderer Leute (der deutsche Steuermichel) von der Politik zugeschanzt damit sie ihren Hobbies (Filme drehen) nachgehen können. Die Politiker können dafür auf den Filmbällen mit der Medienschickeria frei saufen. Wenn diese Filme nun verschwinden, so ist das kein Verlust.

Kommentar von “Kinogänger” zum deutschen Film. (Quelle)

Rekordverbesserungen, die keiner braucht

“Das deutsche Fernsehen steckt momentan in seiner größten Krise”

Ich liebe das Fernsehen, aber ich schalte es nicht mehr freiwillig ein.
(…)
Und da kommen wir zum zweiten großen Grundsatzproblem [des deutschen Fersehens], neben der Quotenhuldigung, und das ist, ich glaube vielleicht sogar noch wichtiger: Der Spaß am eigenen Medium. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich in der letzten Jahren einmal einen Redakteur traf, der auch nur ansatzweise Anzeichen dafür zeigte, dass ihm seine Arbeit wirklich selber Freude macht. Der darauf aus war, etwas zu verwirklichen, was er selber mögen würde.

Oliver Kalkofe in einer Brandrede zum Zustand des deutschen Fernsehens, gehalten auf den Münchner Medientagen.

Gefunden über DWDL.de, die eigentümlicherweise behaupten*, sie hätten die Brandrede** Kalkofes exklusiv***. Eigentümlich, denn über die Website der Medientage lässt sich ein qualitativ deutlich besserer (und deutlich längerer) Mitschnitt der Diskussionsrunde auch abrufen. Und hoffentlich auch noch nach Dienstag Abend.

*Hat sich inzwischen erledigt, vgl. den Kommentar von Thomas Lückerath.

**Die natürlich nicht Brandrede, sondern “Keynote” heißt, wir sind ja auf einem Kongress.

***Exklusiv wohl in dem Sinn, dass da jemand von DWDL ein Aufnahmegerät auf dem Tisch liegen hatte und genau diesen Mitschnitt inklusive Atmo dann exklusiv auf DWDL.de veröffentlicht hat (mit dem Zusatz, dass der “exklusive” Mitschnitt dann auch nur bis Dienstag Abend online abrufbar ist).

Chartanalyse: Der Abstieg der Bayern

Auf der höchst informativen Website des Niederländers Bert Kassies über die europäischen Vereinswettbewerbe kann man sich ein Diagramm mit den UEFA-Rankings einzelner Teams im Jahresvergleich selbst zusammenstellen. Die Rankings der Vereine bilden dabei die Erfolge im Europacup ab, die natürlich insgesamt in die Fünf-Jahres-Wertung der Länder einfließen (eine schöne Übersicht über den Abstieg Deutschlands und den Aufstieg Englands sowie Rumäniens in dieser Wertung findet man auch auf Kassies’ Website).

Aber mich interessierte die Platzierung einzelner deutscher Vereine in dieser Wertung. Voilá: anbei das Diagramm mit dem FC Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04, Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und – zum Vergleich – der derzeitigen Nummer Eins, dem AC Milan, im Teamranking der Jahre 1999 bis 2007.

klicken, um es groß zu sehen

Quelle: UEFA-Team Ranking Chart

Bemerkenswert:
Der Abstieg der Bayern in der Wertung seit 2003.
Der Aufstieg Werder Bremens.
Der Durchhänger von Schalke 2001-2006.
Und der Absturz Borussia Dortmunds.