Warme Worte der Woche*

Neulich, bei einer Pressekonferenz:

Ganz großes Kino. Hier noch mal zum nachlesen:

Louis van Gaal: Wenn Sie so eine Frage stellt, dann sind Sie nicht gut informiert.

Markus Hörwick (Pressesprecher FC Bayern): Ich darf ihnen …

Van Gaal: Ich denke, dass auch Presse-Journalisten sich informieren müssen.

Hörwick: Ich darf erklären, Luca Toni ist seit einigen Tagen mit … oder seit …

Van Gaal: Das muss er wissen. Das muss er wissen, nicht erklären! Bitte. Unglaublich.

Hörwick: Haben wir weitere Fragen?

Van Gaal: Auch ein Fach … -Journalist.

Hörwick: Keine weiteren Fragen. Dann bedanken wir uns sehr herzlich bei ihnen, bei beiden Trainern, bei Thomas Müller, wünsche ihnen einen guten Nachhauseweg und wir sehen uns morgen hier wieder in der Allianz Arena. Vielen Dank.

Van Gaal: (Abgang unter bösen Blicken und Gebrummel in Richtung des Falschefragenstellers)

Ende.

Bonuslink: Patrick Strasser (Bayern-Reporter bei der “Abendzeitung”) übt schon mal für die nächsten Pressekonferenzen. Sollte er wohl. Um mal aus den Kommentaren zum obigen Video zu zitieren: “The one species Van Gaal hates most in this world is, indeed, a not well informed journalist.

*Bonus-Bonuslink: Auf Youtube gibt Hörwick Tipps, wie man Pressekonferenzen beim FC Bayern führen sollte (“Wie lange willst du Trainer bleiben? Du kannst die Journalisten nicht angreifen”). Stelle eine leichte Diskrepanz zur Realität fest. ((und ja, ich verlinke mittelbar was von Fucking Om (ich Elch, ich) ))

Der Tag danach oder: Mein Leisten (Blogschauer)

Ein Verein, der sich in Reichweite der europäischen Top-Klubs sehen will, kann sich Spieler wie Christian Lell oder die Mailänder Leihgabe Massimo Oddo nicht leisten.
André Zechbauer

Mit diesen Aussagen (man muss was tun um zu gewinnen) hat Klinsmann der Mannschaft das sogenannte „Bayern-Gen“ rausoperiert.
Alex

Warum selbst arbeiten, wenn andere das doch schon getan haben? Kann dem, was Alex zum Trainer und André zusätzlich zu Mannschaft, Vereinsführung und den Fans des FC Bayern gesagt haben, derzeit eh kaum etwas sinnvolles hinzufügen ((Tweet-Übersicht)). ((höchstens dies, damit den zweiten Teil der Überschrift nicht nur Insider verstehen)) ((und ja, es gibt auch andere, nicht ganz so gefasste Stimmen))

Nachträge

Klinsmann ist an der aktuellen Lage sicher nicht alleine Schuld. Er ist aber auch nicht völlig unschuldig, denn er macht schlicht und ergreifend zu viele Fehler sowohl personeller als auch taktischer Natur.
Elmarinho

Von den Verantwortlichen des FC Bayern weiß niemand, wie man so etwas macht: einem Starensemble eine Fußballphilosophie einimpfen, geschweige denn einen Verein so zu führen, dass er eine Vorstellung vom Fußball lebt, die auch jenseits des Erfolges Freude bereitet.
Weltsicht Südtribüne (Selbstzitat)

Der grundlegende Schwachsinn war jedoch von Beginn an, laut Klinsmann einen “Fußball wie Liverpool und ManU” zu spielen. Schnelles diagonales Spiel, neumodisch als “One-Toch” bezeichnet. Nur, wenn man dafür keine Spieler hat bzw. holt, geht das einfach nicht. (…) Man muss aus den vorhandenen Spielern das Beste machen und nicht seine taktische Vision einer Truppe aufzwingen, die das gar nicht umsetzen kann.
gses (bei Breitnigge)

„Offenbarung” nennen es die einen, „Waterloo” die anderen. Doch gegen das, was sich gestern vor allem vor der Pause abspielte, kann Napoleons epische Niederlage in Belgien noch als Achtungserfolg bezeichnet werden.
Jannik

So fucking what? Wo ist der Skandal?
Spielbeobachter