Wieviel Vereine haben im eigenen Stadion den Landesmeisterpokal*/die Champions League gewonnen?

Endspielorte des Landesmeisterpokals*/der Champions League und Gewinner des Landesmeisterpokals*/der Champions League (seit Beginn des Wettbewerbs 1955 bzw. 1993)

Europapokal der Landesmeister

1956 Paris
Real Madrid

1957 Madrid
Real Madrid

1958 Brüssel
Real Madrid

1959 Stuttgart
Real Madrid

1960 Glasgow
Real Madrid

1961 Bern
Benfica Lissabon

1962 Amsterdam
Benfica Lissabon

1963 London
AC Mailand

1964 Wien
Inter Mailand

1965 Mailand
Inter Mailand

1966 Brüssel
Real Madrid

1967 Lissabon
Celtic Glasgow

1968 London
Manchester United

1969 Madrid
AC Mailand

1970 Mailand
Feyenoord Rotterdam

1971 London
Ajax Amsterdam

1972 Rotterdam
Ajax Amsterdam

1973 Belgrad
Ajax Amsterdam

1974 Brüssel
FC Bayern München

1975 Paris
FC Bayern München

1976 Glasgow
FC Bayern München

1977 Rom
FC Liverpool

1978 London
FC Liverpool

1979 München
Nottingham Forest

1980 Madrid
Nottingham Forest

1981 Paris
FC Liverpool

1982 Rotterdam
Aston Villa

1983 Athen
Hamburger SV

1984 Rom
FC Liverpool

1985 Brüssel
Juventus Turin

1986 Sevilla
Steaua Bukarest

1987 Wien
FC Porto

1988 Stuttgart
PSV Eindhoven

1989 Barcelona
AC Mailand

1990 Wien
AC Mailand

1991 Bari
Roter Stern Belgrad

1992 London
FC Barcelona

Champions League

1993 München
Olympique Marseille

1994 Athen
AC Mailand

1995 Wien
Ajax Amsterdam

1996 Rom
Juventus Turin

1997 München
Borussia Dortmund

1998 Amsterdam
Real Madrid

1999 Barcelona
Manchester United

2000 Paris
Real Madrid

2001 Mailand
FC Bayern München

2002 Glasgow
Real Madrid

2003 Manchester
AC Mailand

2004 Gelsenkirchen
FC Porto

2005 Istanbul
FC Liverpool

2006 Paris
FC Barcelona

2007 Athen
AC Mailand

2008 Moskau
Manchester United

2009 Rom
FC Barcelona

2010 Madrid
Inter Mailand

2011 London
???

2012 München
???

Wenn es um die Champions League geht: kein Verein. Bis jetzt. Im Landesmeisterpokal ist es zwei Vereinen gelungen (1957 Real Madrid und 1965 Inter Mailand).

*Nachtrag

„Ich hätte Luca Toni gerne behalten“

Ein Linktipp in eigener Sache: gses hat mich im Rahmen seiner Bloggerblick-Umfrage noch einmal zum FC Bayern interviewt: „Ich hätte Luca Toni gerne behalten“.

Liveblog: Olympique Lyon – FC Bayern München

Heute ist ein guter Tag, um einen Liveblog zu schreiben. Pack ma’s!

Direktlink zum Liveblog: http://www.scribblelive.com/de/Event/Lyon-Bayern

Weitere Liveblogs: bayern.theoffside.com, Entscheidend-is-aufm-Platz.de

Sie sind die Besten

Panorama der Choreo des Spiels FC Bayern München - Olympique Lyon (autostitched, C12-organisiert)

Ein Foto ((gibt’s, mit CC-Lizenz, auch auf Flickr)) der Choreo vom Spiel FC Bayern München gegen Olympique Lyon von gestern Abend. Der Dank geht an den Club Nr. 12 für die Organisation ((leider nicht ungetrübt)) und an Autostitch fürs Zusammenfriemeln der 14 Bilder. Klicken macht das Bild übrigens groß.
„Sie sind die Besten“ weiterlesen

Liveblog: Manchester United – FC Bayern München

Direktlink zum Liveblog: http://www.scribblelive.com/Event/ManU-Bayern.

Ich lade herzlich zu Kommentaren ein. Möge heute Abend der Bessere ins Halbfinale der Champions League weiterkommen – und dies bitte schön der FC Bayern sein.

Weitere Liveblogs:
DGNA

Gestern, im Stadion

Ein Tondokument. Vom zweiten Tor gibt es leider keinen Mitschnitt, ich war abgelenkt.

Noch was: mehr zum Spiel sagen ich (und André) in der von Max-Jacob Ost betreuten Blogschau von Spox.com. Die ist immer sehr lesenswert, heute aber besonders ((Wenn wohl auch nicht unbedingt für alle, die bei Spox die Blogschau kommentieren … dort wurde das Interview als “überflüssig”, “langweilig”, “kindisch” oder gar als Satire angesehen – und die Interviewten als “übermütige Erfolgsfans”. Nun ja. Ich fand und find es gut.)).

1968 – 2010

Zur Feier des Tages: eine visuelle Bilanz von 42 Jahren Europapokal der höchsten Kategorie (Landesmeister/Champions-League ((ohne Pokalsieger-/Uefa-Cup etc.; Quelle: Weltfussball.de))) der Vereine Bayern München und Manchester United.

Klicken vergrößert die Grafik. Stand: März 2010.

Dogfood fragt, elf Freunde* antworten

Heute Abend geht die Bundesliga wieder los. Zum Rückrundenstart gibt es ein mit meiner Wenigkeit (und anderen, s.u.) geführtes Interview über den FC Bayern.

###

Dogfood: Wie hat sich eigentlich die Hinrunde aus Bayern-Sicht angefühlt? War das (über weite Strecken) mehr eigenes Versagen oder stärker gewordene Konkurrenz?

Probek: Die Tendenz ist dein Freund, sagte einst ein bekannter Fußballphilosoph – und so gesehen hat die Hinrunde letztlich ein gutes Gefühl hinterlassen. Dass die Konkurrenz stärker wird, sollte angesichts des nominell – wie immer – stärksten Kaders auf Seiten der Bayern zumindest in der Bundesliga kompensierbar sein. Die nationale Konkurrenz darf und soll auch gerne mal stärker werden, vor allem im internationalem Auftreten. In der Bundesliga können die Bayern sich in der Regel ja eher selbst schlagen. Was sie zuletzt und saisonübergreifend leider öfters taten. Aber da sind wir auf dem Weg zur Besserung. Ich hab’ ein gutes Gefühl*.

*vgl. http://twitter.com/probek/status/7592469296

 

Dogfood: Die Bayern-Hinrunde war stellenweise wackelig, von Verunsicherung geprägt, aber in den letzten vier Bundesligaspielen fuhr man vier Siege ein (15:4 Tore), dazu der Sieg bei Juve. Auf der anderen Seite könnte man einwenden, dass die vier Bundesligisten ausnahmslos der unteren Tabellenhälfte angehörten und auch Juventus – na ja… was hat die Winterpause den Bayern gebracht?

Probek: Rein faktisch: die Unterbrechung des Laufs, egal für wie stark man die letzten Gegner hält. Die Erkenntnis, dass es kaum eine Verletzung gibt, die Ribéry nicht vom Fußballspielen abhalten kann. Und keine Aufklärung darüber, ob Nerlinger vernünftige Einkaufspolitik machen kann. Verkaufen bzw. verleihen kann er aber offenbar.

Max (GNetzer): Die “Aufholjagd” der Bayern zum Ende der Rückrunde hatte für mich einen interessanten Aspekt: Sowohl van Gaal, van Bommel als auch Nerlinger und Hoeneß haben als den entscheidenden Faktor für den Umschwung die positive Stimmung auf der Jahreshauptversammlung genannt (an dieser Stelle kann auch K.H. Rummenigge beruhigt aufatmen – sein “Gedicht” hat keinen tieferen Schaden angerichtet – vermutlich hat niemand zugehört…). Das ist eine Eigenart des modernen Fußballs: Eine Einrichtung, die ursprünglich rein juristisch/ökonomisch ausgelegt ist, kann einen Verein wesentlich in seinem Saisonverlauf beeinflussen. Die Fans sind sich sicher: Hier werden wir gehört, genug Medien sind meist (außer in Hamburg…) vor Ort und berichten über jeden kleinen Tumult. Umgekehrt kann es auch zu einem Schulterschluss zwischen Mannschaft und Mitgliedern kommen. Wundert mich, dass das “Phänomen JHV” noch von niemandem journalistisch bearbeitet wurde.

Probek: Ich würde die Macht der Mitgliederversammlung aber auch nicht überhöhen, es kam auch noch exzellentes Timing und Glück dazu. Denn die Versammlung hätte auch noch harmonischer verlaufen können – an van Gaals Stuhl hätte der Boulevard dennoch ordentlich gesägt, wenn er in der Vorrunde der Champions League ausgeschieden wäre. So konnte man ihm, rein von den Spielergebnissen, kaum noch ans Bein pinkeln. Aber die nächste (Ergebnis-)Krise wird irgendwann kommen, vermute ich – und damit auch das nächste In-Frage-Stellen des Trainers.

 

Dogfood: Ist bei van Gaal die Zeit des Experimentierens endgültig vorbei oder gibt es noch das Risiko dass er wieder mit Aufstellungen und Taktiken spielt und dadurch etliche Spiele wegschmeißt wie in der Hinrunde?

Probek: Die Reduzierung des Kaders spricht ja eher dafür, dass van Gaal jetzt seine Mannschaft gefunden hat. Oder meint, gefunden zu haben. Allerdings glaube ich nicht, dass der Prozess schon abgeschlossen ist: es werden schon noch Spiele kommen, die für Außenstehende abstruse Aufstellungen sowie unverständliche Ein- und Auswechslungen bereit halten und die Nerven auch der eigenen Fans aufs Äußerste strapazieren.

Catenaccio: Mich würde mal interessieren, wie stark der Druck von Außen auf van Gaal war, dass er mit den Experimenten aufhörte? Meiner Meinung war der Medien- und Vorstandsdruck sicherlich nicht ganz unerheblich.

Probek: Hat er mit den Experimenten aufgehört? Sicher? Da der Druck immer da ist, wenn die Bayern nicht auf dem ersten Tabellenplatz stehen (manchmal sogar, wenn), kann und sollte das eigentlich kein Faktor sein. Ich glaube auch nicht, dass van Gaal sich von dem Rumoren allzu sehr hat beeindrucken lassen. Zumindest hoffe ich das. Er ist ja auch nicht unbedingt als harmoniesüchtig bekannt, der soll mal schön sein eigenes Ding durchziehen. Ein wenig Glück (siehe den vorletzen CL-Spieltag und die Schützenhilfe durch Bordeaux, s.o.) gehört aber auch dazu, sonst sähe es jetzt vielleicht ganz anders aus.

Die Bayern haben aber nach der Wundertüte Klinsmann einen gestandenen Trainer mit einer bekannten Spielphilosophie haben wollen: jetzt müssen sie den auch mal machen lassen. Selbst wenn der Vorstand und das Management es gewohnt waren, ins Sportliche reinzureden.

Was mich eher erstaunt: dass sogar die Vereinsführung verunsichert war, ob die eigenen Mitglieder bereit sind, die Mannschaft und den Trainer auch in vermeindlich schwereren Zeiten zu unterstützen. Dass die nach eigener Aussage Bammel vor der Hauptversammlung hatten, weil es sportlich gerade mal nicht 100-prozentig lief, finde ich eher bedenklich. Als ob nicht allen bewusst wäre, dass man im selben Boot sitzt. Es waren mitnichten die einfachen Vereinsmitglieder, die im Verein für Unruhe sorgten. Das hat der Vorstand in den letzten Jahren schon ganz gut selbst geschafft.

Dogfood: Ich glaube eher dass van Gaal durch Verletzungen und schmaler werdenden Kader zu seinem Glück gezwungen wurde (Gomez) und sich dadurch ein Nukleus hat stabilisieren können – daher die Frage ob van Gaal durch einen vollen, gesunden Kader wieder anfängt ein paar Wochen lang Mad Scientist zu spielen.

Was den Druck angeht: ich bin gespannt ob einer der “Dreierbande” Hoeneß, Rummenigge und Beckenbauers Ghostwriter durch die Personalverschiebungen (Beckenbauer raus, Hoeneß ins Präsidium) leiser wird oder ob mit Nerlinger nun noch ein vierter Lautsprecher wächst – kann man bei Bayern Nerlingers Job machen, ohne dass man langfristig zum Lautsprecher wird?

Probek: Freiwillig oder unfreiwillig, warum auch immer: es läuft jetzt sicher besser als am Anfang der Saison. Mir wäre ja eine Erklärung, die auf einen gewollten Eingriff des Trainers und einen großen Plan im Hintergrund rückschließen lässt, lieber – aber: sei’s drum. Ob der letzte Lauf aber ausgerechnet dem Wechsel Gomez für Toni zuzuschreiben ist, wage ich zu bezweifeln. Nichts gegen Gomez, aber die Tore, die er dann gemacht hat, hätte ich auch Toni zugetraut. Und mal Klartext: bevor Gomez auch nur ansatzweise das Standing und die Klasse Tonis erreichen kann, muss er noch einiges dazulernen. Auch wenn er mit Sicherheit das Talent dazu hat, ein noch besserer Stürmer als der Italiener zu werden.

Die Tendenz van Gaals zum Mad Scientist wird ansonsten schon dadurch eingebremst, dass der Kader verkleinert wurde. Abgesehen davon, dass ich ihn so mad gar nicht fand.

 

Dogfood: Ist Bayern immer noch Gefangener der Launen und Gesundheit vor allem von Ribéry? Wird dies Ribérys letzte Saison sein?

Probek: Nein, diese Saison ist man nicht mehr ausschließlich von Ribéry abhängig, sondern von Ribéry und Robben. Ein Riesen-Fortschritt, zumal beide ja zuverlässig spielen.

Im Ernst: auf dem bisherigen Niveau braucht man nicht unbedingt Spieler dieser Güteklasse. Ribéry und Robben sind Solisten, die in der Endphase der Champions League die Spiele entscheiden können. Allerdings stimmt die sehr, sehr ordentliche Leistung gegen Juventus zuversichtlich, dass man nicht mehr so abhängig von den Launen eines einzelnen Weltklasse-Spielers ist. Zugegeben: in den Finalspielen der Champions League hätte ich beide aber schon gerne dabei. Und sei es nur als Joker.

Ob dies Ribérys letzte Saison bei den Bayern ist? Ich wüsste ehrlicherweise kaum etwas, was dafür spricht, dass er bleibt. Also ja. Bis dahin macht er aber für Bayern noch sieben Spiele in der Champions League.

 

Dogfood: Hat sich das bereits nach einer “Nerlinger-Winterpause” angefühlt? Momentan macht das Gerücht die Runde, das HSVs Jerome Boateng im Sommer zu den Bayern wechseln könnte. Passt er in das Beute-Schema der Bayern und Nerlingers und würde seine Verpflichtung nicht nur dann Sinn machen, wenn der Vertrag mit van Buyten nicht verlängert wird?

Probek: Eine Nerlinger-Winterpause? Glücklich die, die in diesen paar Monaten schon seine Handschrift erkennen können, ich kann da noch nichts typisch Nerlingerisches erkennen. Gemach, gemach.

Da van Buyten gerüchteweise nur deswegen gehalten wurde, damit die kleine Diva bei Launen bleibt, könnte der bevorstehende Abgang von Ribéry auch das Ende van Buytens bei Bayern einläuten. Was dagegen spricht: van Buytens Leistungen der letzten Monate, die ich kaum noch erwartet oder erhofft hatte.

Ob das alles aber nun Indizien für oder gegen eine Verpflichtung Boatengs sind, wage ich nicht zu beurteilen. Traditionell kaufen die Bayern eher fertige Spieler. Da sie aber mit van Gaal einen Trainer haben, der mit jungen, noch formbaren Spielern die größten Erfolge hatte, spricht das auf der anderen Seite für eine Verpflichtung Boatengs oder anderer, vielversprechender Talente. An dieser Stelle mal ein Gruß nach Bremen, so nebenbei.

 

Probek: Möchtest du abschließend noch was sagen?

Probek: Ja. Ciao, Luca! Viel Glück und Erfolg in Rom und: danke.

###

 

Hintergrund
Eine spontane Idee des Blog-Großmeisters Dogfood hat in nur 48 Stunden den im Kollektiv geschriebenen, meiner bescheidenen Meinung nach sehr, sehr ordentlichen Halbsaisonvorschaummeisterschaftsausblickabstiegskampftext “Der Rückrunden-Vorschauer” entstehen lassen ((Diese Entstehung des Textes lässt sich übrigens sehr schön auf Etherpad verfolgen)), dessen Passage zum FC Bayern hier dokumentiert wird und der bei Dogfood als achtteilige Serie erschienen ist: Und so allgemein … (1), Tief da unten (2), Die, die schon streng riechen (3), Die mit dem Rückspiegel (4), Die, wo Ambition > Platzierung (5), Die, die aus dem Hinterhalt … (6), Die, die wollen würden … (7) und Die da oben (8).

Als Teilnehmer sei gesagt: es war mir eine Ehre. Allen Beteiligten danke ich, allen voran dem Initiator, aber auch Catenaccio, Enno, Heinzkamke, Kurtspaeter, GNetzer, Medispolis, Milhouse, Nick und Stefan.

*ob wir wirklich elf Freunde sind, weiß ich ehrlicherweise nicht. Elf sind wir aber auf jeden Fall.

So seh’n Sieger aus

So seh’n Sieger aus (Video)

9. Dezember 2009, Säbener Straße, Trainingsgelände FC Bayern München.