Ganz kleine Piepmänner

Bilanz der Bundesliga nach den ersten beiden Spieltagen in der Champions League: Sechs Spiele, fünf (!) Niederlagen (je zwei für Bremen und Stuttgart, eine für Schalke), nur ein Sieg (Schalke in Trondheim). Kai Pahl aka Dogfood schreibt in seinem Blog, dass Marcel Reif offenbar “die Stuttgarter im europäischen Schwanzlängenvergleich für ganz kleine Piepmänner” hält. Das ist mir fast noch zu schmeichelhaft – bisher haben in dieser Champions-League-Saison alle drei deutschen Vereine kleine Piepmänner, auch wenn Schalke immerhin in Norwegen gewinnen konnte. Hoffentlich machen es die Bayern im UEFA-Cup morgen besser, sonst sehe ich schwarz für die Fünf-Jahres-Wertung (Zwischenmeldung nach den heutigen Spielen: Deutschland immer noch Sechster, einen Platz hinter Rumänien).

1:0 gewonnen

'Ecke Belenenses' von probek

Foto: Ecke Belenenses

1:0. Ein oder zwei Tore mehr hätten es aber schon sein dürfen – und können.

Bilanz der Bundesliga gegen den Rest Europas nach dem ersten Spieltag im UEFA Cup und in der Champions League:

3 Siege deutscher Vereine (aus dem UEFA Cup),
3 Niederlagen (aus der Champions League),
1 Unentschieden (UEFA Cup).

Deutschland damit weiter hinter Rumänien.

“Keine deutsche Elf hat mehr Substanz als Bayern”

'The last Champions League game at Munich's Olympic Stadium' by probek

Foto: The last Champions League game at Munich’s Olympic Stadium

Aber mal ehrlich: Diese Champions League hat kein spezielles Element aufzuweisen – außer der Abwesenheit des FC Bayern.

Jorge Valdano in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung” von heute (noch nicht frei online). Und noch ein Zitat:

SZ: Eine deutsche Mannschaft sehen Sie nicht im Kreis der Favoriten?

International sind die Reibungsverluste oft zu fundamental, um auch in den letzten Schlachten zu bestehen. Diesbezüglich hat keine deutsche Elf mehr Substanz als Bayern München.

Zeit für ein paar Krokodilstränen. Ich vermisse Dich, Champions League.

[Nachtrag 19.9.]: Inzwischen ist das Interview auch online erschienen – mit einem Zeitstempel (17.9., 17:07 Uhr), der wohl geschwindelt ist (der erste Kommentar unter dem Artikel datiert auch erst vom 18.9., 15:24 Uhr). Schön zu wissen, liebe SZ, wann der Artikel ins Redaktionssystem eingegeben wurde. Nicht schön, dass Eure Angabe suggeriert, er wäre auch zu dem Zeitpunkt online gegangen. Ich habe länger geschaut, auch die Online-Suche von Sueddeutsche.de bemüht, konnte das Interview aber am Dienstag Vormittag noch nicht finden. Vielleicht ist es ja auch schon am 17.9. online gegangen – war aber noch nicht verlinkt. Und dass die SZ zur Steigerung der Klickraten solch einen Artikel in drei Teile teilt, finde ich auch unschön, lässt sich mit SZ-eigenen Bordmitteln aber umgehen.

Geschichtsklitterung

BVB Trikot Champions League-Print

Suchbild: Wo ist der Fehler?

Auflösung: Borussia Dortmunds neue Trikots sind da (gezwungenermaßen, da sich der Hauptsponsor umbenannt hat) und darauf ist der oben abgebildete “Champions League-Print” zu finden. Und der enthält einen kleinen, aber entscheidenden Fehler: Das Champions League-Endspiel am 28. Mai 1997 fand in München statt, nicht in Dortmund.

Chartanalyse: Der Abstieg der Bayern

Auf der höchst informativen Website des Niederländers Bert Kassies über die europäischen Vereinswettbewerbe kann man sich ein Diagramm mit den UEFA-Rankings einzelner Teams im Jahresvergleich selbst zusammenstellen. Die Rankings der Vereine bilden dabei die Erfolge im Europacup ab, die natürlich insgesamt in die Fünf-Jahres-Wertung der Länder einfließen (eine schöne Übersicht über den Abstieg Deutschlands und den Aufstieg Englands sowie Rumäniens in dieser Wertung findet man auch auf Kassies’ Website).

Aber mich interessierte die Platzierung einzelner deutscher Vereine in dieser Wertung. Voilá: anbei das Diagramm mit dem FC Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04, Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und – zum Vergleich – der derzeitigen Nummer Eins, dem AC Milan, im Teamranking der Jahre 1999 bis 2007.

klicken, um es groß zu sehen

Quelle: UEFA-Team Ranking Chart

Bemerkenswert:
Der Abstieg der Bayern in der Wertung seit 2003.
Der Aufstieg Werder Bremens.
Der Durchhänger von Schalke 2001-2006.
Und der Absturz Borussia Dortmunds.

Tschüss Champions League!

Ciao Champions League!

Gestern gab’s das letzte Spiel für die Bayern in der Champions League für – ja, für wie lange eigentlich? Kann und mag mir als Jahreskarten-Besitzer eine Fußball-Saison ohne Champions League-Spiele gar nicht vorstellen. Champions-League-Spiele der Bayern sind für mich, auch weil das Spielniveau oft meilenweit über dem eines durchschnittlichen Bundesliga-Kicks liegt, die Höhepunkte meines Fußballjahres. Da würde mir echt was fehlen. Wenn die Bayern jetzt auch noch die Qualifikation für die nächste Saison vergeigen, dann… uh… hätte Magath auch Trainer bleiben können.

Und ausgerechnet gegen den Club rauszufliegen, der in dieser Saison eigentlich nichts in der Champions League zu suchen hat, ist besonders fies. Auch wenn es sportlich in Ordnung geht.

Die schwarze Bestie hat wieder zugeschlagen

Catch me if You Can
Ein spannendes Spiel, eine phantastische Atmosphäre und ein 2:1 zum Weiterkommen gegen den spanischen Lieblingsgegner - was will man mehr?

Die ultimative Bayern vs. Real-Vorschau

kommt heute von Arnd Zeiglers Wunderbaren Welt des Fußballs, abzurufen als MP3-Link zum Download oder in einem Real-Stream.

Leider verletzt

Becks beim Freistoss
Da freut man sich darauf, Beckham ein letztes Mal in der Champions League sehen zu können - schließlich scheidet Real Madrid ja nach dem Spiel in München aus - und dann verletzt Becks sich am Wochenende und wird nicht in der Arena auflaufen. Sehr schade.

Bild: Movement, von gkamin.

One-Trick-Pony

Ad: Beckham comes to AmericaMal sehen, was der alte Mann (31) für Real noch so reißen kann. Ich hoffe, nicht so viel. Freue mich aber darauf, ihn in München zu sehen - auch wenn es nur noch für ein Spiel ist und er danach (s.o.) in die sportliche Belanglosigkeit verschwindet. Meinetwegen hätte Becks gerne zum FC Bayern kommen können. Selbst wenn er sportlich kein Weltklasse-Spieler (mehr) ist - dafür ist sein fußballerisches Repertoire zu begrenzt - ein Weltstar ist er immer noch und wird es auch bleiben. Schlechter als das derzeitige Bayern-Mittelfeld kann er auch nicht spielen und natürlich hätte solch ein Transfer auch der Bundesliga gut getan. Aber Spieler dieser Klasse (vgl. Nistelrooy) kommen nicht in die Bundesliga. Wann ist eigentlich der letzte Weltklasse-Spieler bzw. Weltstar nach Deutschland gewechselt?

(Bild: AEG Worldwide)

[Nachtrag] Nach dem 2:3 der Bayern in Madrid: Respekt! Sehr gutes Spiel von Beckham, klar den Vergleich mit Hargreaves gewonnen, auch wenn er - wie seine Kollegen von Real - in der zweiten Hälfte nicht mehr zur Geltung kam. Um so größer die Schande, dass er in die MLS flieht.

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