Archiv des Tags ‘Depp’

Bayernfans – eine Zitatesammlung

Sonntag, den 25. Mai 2008

Von den Anhängern des FC Bayern beispielsweise hat man noch nie gehört, dass es ihnen wichtig wäre, wo ihre Lieblinge spielen. Hauptsache sie gewinnen, und wenn die Arena auf einem Ödland bei Chemnitz stünde. Wer zum FC Bayern geht, möchte sich in der Regel einem Unternehmen mit Erfolgsgarantie zugehörig fühlen.
Wolfgang Görl (SZ, 23.5.2008)

Man kann Bayern-Anhänger sein, -Bewunderer, -Verehrer, -Unterstützer… – aber du kannst nicht Bayern-Fan sein, weil du die Gefühlswelt eines Fußballfans nie kennenlernen wirst.
Steffen Simon (Wir Elf, 29.11.2007)

Den Lieblingsverein Bayern sucht man sich hingegen aus wie aus einem Versandhauskatalog, weil er fürs investierte Geld die meisten Siege zu versprechen scheint. Bayernfans sind dazu verdonnert, niemals Leidensfähigkeit gelernt zu haben und dadurch mit einer „Leidenschaft Light“ ihrem Fansein nachzugehen, weil ihr Lieblingsverein ja bereits in einer handfesten Krise steckt, wenn er Dritter ist.
Arnd Zeigler (11 Freunde, 9.2.2008)

Der natürliche Grundzustand des Bayern-Anhängers ist also nicht Verzweiflung, das Gefühl der Ausweglosigkeit und Schwäche, sondern Bayern-Anhänger leben in einem Ausgangszustand der Arroganz und Überlegenheit. Verzweiflung wegen und durch ihren Fußballclub ist diesen Menschen vollkommen fremd. Bayern-Anhänger sind keine Fußballfans, sondern Feiglinge, unfähig zu wahrer Hingabe, die das Risiko einschließt, tief enttäuscht zu werden.
Johannes Keller (taz, 28.9.1998)

Wenn ihr gefragt werdet, warum ihr nun Fan von Werder Bremen, Darmstadt 98 oder des VfL Bochum seid, dann braucht es keine Erklärung. Es ist nun mal so. Bumm. Niemand muss sich dafür rechtfertigen. Wer seine Leidenschaft erklären kann, entwertet und verrät sie.
Arnd Zeigler (11 Freunde, 21.3.2007)

Ich weiß, dass ich Fan des meistgehassten Klubs Deutschlands bin. Aber hey, viel Feind, viel Ehr! Es prallt an mir ab, dieses Gelaber über die reichen Schnösel-Bayern, die den anderen die besten Spieler wegkaufen. Oder die Behauptung, dass Bayern-Fans nicht leidensfähig sind, weil sie nie einen Abstieg ihrer Mannschaft erleben mussten, denn wer so etwas sagt, wird nie die Dimension des 26. Mai 1999 begreifen.
Markus Kavka (ZUENDER, 2008)

Man kann mit Bayern München nur ordentlich als Feind umgehen, wenn man unsachlich bleibt. Sobald man sich an Fakten hält, wird es schwierig.
Campino (SZ, 1.12.2007)

Kann man nicht oft genug sehen*

Samstag, den 12. April 2008

Video: Getafe – FC Bayern Zusammenfassung

El fútbol es tan bonito. Es injusto, pero así es el fútbol y por eso es tan bonito.
Fußball ist so schön. Es ist ungerecht, aber das ist Fußball und weil es so ist, ist es so schön.
Cosmin Contra (via)

Warum lieben wir Fußball? Weil so ein Spiel langweiliger sein kann als ein Werbespot für Coca Cola Light Green Tea und in der letzten Minute plötzlich eine Heldensage entwirft von einem Torwart, der allein mit seiner Wut für das Weiterkommen sorgt.
Malte Welding

*und hören (Update, s.u.)

Wahnsinn (reloaded). Noch mehr Videos vom Wahnsinn:

(mehr …)

Einer von uns: Roy Makaay

Samstag, den 5. April 2008

Video: Leider für uns (Ausschnitt aus der Nachberichterstattung des Spiels FC Bayern – Getafe FC)

Bitte genau hinhören, was Roy bei 1:10′ sagt.

Zur Feier des Tages

Samstag, den 8. März 2008

(Audio-Livemitschnitt vom Spiel Bayern – KSC, Allianz Arena München, 8. März 2008; eigene Aufnahme)

Ein Widerspruch in sich [Update]

Freitag, den 21. Dezember 2007

Heute Abend, 20:15 Uhr auf Prosieben: “Die 100 nervigsten Deutschen“, moderiert von Elton, Ingo Appelt und Oliver Petzokat. Nach meiner Rechnung kann die Sendung dann aber eigentlich nur “Die 97 nervigsten Deutschen” heißen.

[Nachtrag: Na also, der Titel hätte nur leicht geändert werden müssen ("Die 99 nervigsten Deutschen – moderiert von Platz 33, 43 und einem, der es nicht mal auf diese Liste geschafft hat"), denn Elton und Oli P. kamen dann doch selbst auf die Liste. Nur Appelt ist offenbar wirklich zu unwichtig.]

Was erlaube Simon?

Donnerstag, den 6. Dezember 2007

Unglaublich, welche Aussagen sich der Redaktionsleiter der ARD-Sportschau Sportchef des Westdeutschen Rundfunks (s.u.) über die Fanszene des FC Bayern erlaubt. Wäre ich bei der Aufzeichnung des Videos dabei gewesen, hätte man mich gehört – und Steffen Simons Aussagen wären nicht unwidersprochen geblieben. Abgesehen von den schwer erträglichen ersten zwei Minuten ist das folgende Video aber sehenswert, weil es das sehr interessante Urteil Mehmet Scholls über die Qualitäten von Toni Kroos enthält.

Video: Wir Elf – Talkrunde (Folge 14, 10:30 min) [via Ball-Blog.de]

Heute im Sonderangebot: Beleidigung von Homosexuellen

Freitag, den 24. August 2007

Unglaublich. Der Dortmunder Torhüter Roman Weidenfeller gibt angeblich zu, den Schalker Gerald Asamoah am letzten Spieltag mit den Worten “schwules Schwein” beleidigt zu haben – und wird dafür geringer bestraft, als wenn er “schwarzes Schwein” gesagt hätte. Hätte Weidenfeller sich statt für eine sexistische also für eine rassistische Beleidigung entschieden, wären er und auch der Verein nach Meldung der “Süddeutschen Zeitung” (SZ) härter bestraft worden. Homophobie ist in der Bundesliga damit billiger zu haben als Rassismus. Kann ich nicht nachvollziehen, ich finde beides gleich beschissen.

[Update 25.8.]
Während in der SZ zu lesen ist, dass Weidenfeller auf Nachfrage vor dem Sportgericht zugegeben habe, “schwules Schwein” gesagt zu haben und in der Formulierung einen strafmindernden Zusammenhang sieht, liest sich das beim Berliner Tagesspiegel anders. Laut Tagesspiegel habe vor allem die Tatsache, dass Weidenfeller sich noch auf dem Spielfeld entschuldigte und ein mögliches Foul von Asamoah dem Vorgang voraus ging, die Strafe verringert. Den genauen Wortlaut will der Vorsitzende des Sportgerichts nicht verraten: “aus datenschutzrechtlichen Gründen” und weil eine “Diskussion vermieden werden soll, ob eine Form der Herabwürdigung (…) weniger schlimm ist als die andere”.

(via Allesaussersport.de)