“Ein paar Eimer rote und weiße Farbe”

Seit frühmorgens regnet es in München (fast) ununterbrochen, draußen sind es nur noch 13 Grad Celsius – ist aber alles egal, denn heute geht es endlich wieder los. Ich bin so heiß, da sind die Außentemperaturen auch wumpe. Und freue mich, wenn Paul Potts irgendwann verstummt und es auf dem Platz wieder wichtig wird.

Zur Feier des Tages empfehle ich ein Interview mit Gregor Weinreich, dem Vorsitzenden des Club Nr. 12. Ein Auszug:

Aber auch über kleinere rote Farbtupfer würden sich die Fans schon sehr freuen. […] Dazu müsste man auch gar nicht viel Geld in die Hand nehmen oder große Planungen machen: ein paar Eimer rote und weiße Farbe, und los geht’s! So was kann innerhalb von Stunden organisiert werden, und es gäbe viele freiwillige Helfer.

Was ein Schelm. Und weiter:

Auf der einen Seite würden Fans gerne eine kreative, eigenständig finanzierte Aktion durchführen. Das geht aber nicht, weil auf der anderen Seite die ARD auf Kosten des Gebührenzahlers für einen ordentlichen fünfstelligen Betrag einfallslose Fähnchen verteilt, damit der Fernsehzuschauer den Eindruck bekommt, es wäre eine bessere Stimmung im Stadion.

In diesem Sinne: schönen Gruß an Herrn Simon.

Stefan, hör’ die Signale

Die Es-gibt-noch-Hoffnung-auch-wenn-sie-aus-einem-anderen-Kulturkreis-kommt-Meldung des Tages stammt von Javier Cáceres und steht unter der Überschrift „Ausgebrüllt“ in der gedruckten „Süddeutschen Zeitung“ (leider nicht online): Real Madrid hat seinen Stadionsprecher nach einer Saison wieder rausgeschmissen. Der Widerstand gegen die „akustische Anmache“ (Cáceres) sei zu groß gewesen, Medien und Vereinsmitglieder fühlten sich durch die „permanente Anbrüllerei“ respektlos behandelt. Der Sprecher hatte, so Cáceres, den

ganzen Kirmes- und Eventquatsch imitiert, der auch in Bundesligastadien und bei Spielen der Nationalelf üblich ist … All dieser ganze Humbug, den man früher nicht brauchte, als man in ein Fußballstadion ging, wenn’s hochkam die Vereinshymne hörte und ansonsten bloß Fußball schaute. Ohne Brimborium.

Drittligafussball

Neulich, im Grünwalder Stadion.

Im Grünwalder Stadion. Der Mann im rosa Hemd ist übrigens der Uli.

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Der Trainingsauftakt (eine Fotoserie)

Gestern, an der Säbener Straße.

Klinsi und Co.

Weitere Bilder nach dem Klick.

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Fußballgötter


Audio: Ausschnitt aus 606 vom 25.6.2008

Schweini, du bist ein Fußballgott
Poldi, du bist ein Fußballgott*
Philipp, du bist ein Fußballgott
Danke für alles!

*in der Offensive

Sonst noch was?

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Man of the Match

Bastian
Foto: Bastian

Danke, Bastian. Das hatte ich nicht erwartet.

Vorher:

Bastian Schweinsteiger wird - als Mensch, als Fußballer nicht immer - von allen gemocht. Das ist in München beim FC Bayern so und bei der Nationalmannschaft ebenfalls.
Quelle

Nachher:

Selten ließ sich der Stimmungsumschwung so sehr an einem Spieler festmachen wie dieses Mal an - hier schnell ein gemeinsames “oléolé Superschweini” - Bastian Schweinsteiger.
Quelle

Respekt

Am Ende hat bei Franck Ribéry alles mit Respekt zu tun. Er will respektiert werden. So einfach ist das. Oder auch so schwierig. Denn mit dem Respekt ist das so eine Sache. Alles erklärt er mit erhaltenem Respekt oder mangelndem Respekt. Es ist die Schule seines Viertels: Wenn du nichts hast, ist Respekt das Einzige, was zählt.

Aber Freunde sagen: An dem Tag, an dem seine Frau sich hier nicht mehr wohlfühlt, könnte es ein Problem geben. Ribéry selbst schwärmt von England, von der Rasanz der Premier League.

Gerade erst gefunden, aber immer noch lesenswert: Ein ein Monat altes Interview von Franck Ribéry aus dem ‘Stern’. Noch ein Zitat:

Er hat sich nie behauptet, wenn es eine Krise gab. Er ist dann immer verschwunden, oder besser gesagt: Er hat sich verschwinden lassen.

(via)

120.000 Inder können nicht irren

Ein TV-Tipp für heute:
Mohun Bagan AC - FC Bayern München, N-TV 14:45 Uhr (Anstoß)
- Das letzte Spiel von Oliver Kahn. Vor seinem Abschiedsspiel.

Weitere Fernsehfunde gibt’s im Sendersuchlauf. Wie immer.

Bayernfans - eine Zitatesammlung

Von den Anhängern des FC Bayern beispielsweise hat man noch nie gehört, dass es ihnen wichtig wäre, wo ihre Lieblinge spielen. Hauptsache sie gewinnen, und wenn die Arena auf einem Ödland bei Chemnitz stünde. Wer zum FC Bayern geht, möchte sich in der Regel einem Unternehmen mit Erfolgsgarantie zugehörig fühlen.
Wolfgang Görl (SZ, 23.5.2008)

Man kann Bayern-Anhänger sein, -Bewunderer, -Verehrer, -Unterstützer… – aber du kannst nicht Bayern-Fan sein, weil du die Gefühlswelt eines Fußballfans nie kennenlernen wirst.
Steffen Simon (Wir Elf, 29.11.2007)

Den Lieblingsverein Bayern sucht man sich hingegen aus wie aus einem Versandhauskatalog, weil er fürs investierte Geld die meisten Siege zu versprechen scheint. Bayernfans sind dazu verdonnert, niemals Leidensfähigkeit gelernt zu haben und dadurch mit einer „Leidenschaft Light“ ihrem Fansein nachzugehen, weil ihr Lieblingsverein ja bereits in einer handfesten Krise steckt, wenn er Dritter ist.
Arnd Zeigler (11 Freunde, 9.2.2008)

Der natürliche Grundzustand des Bayern-Anhängers ist also nicht Verzweiflung, das Gefühl der Ausweglosigkeit und Schwäche, sondern Bayern-Anhänger leben in einem Ausgangszustand der Arroganz und Überlegenheit. Verzweiflung wegen und durch ihren Fußballclub ist diesen Menschen vollkommen fremd. Bayern-Anhänger sind keine Fußballfans, sondern Feiglinge, unfähig zu wahrer Hingabe, die das Risiko einschließt, tief enttäuscht zu werden.
Johannes Keller (taz, 28.9.1998)

Wenn ihr gefragt werdet, warum ihr nun Fan von Werder Bremen, Darmstadt 98 oder des VfL Bochum seid, dann braucht es keine Erklärung. Es ist nun mal so. Bumm. Niemand muss sich dafür rechtfertigen. Wer seine Leidenschaft erklären kann, entwertet und verrät sie.
Arnd Zeigler (11 Freunde, 21.3.2007)

Ich weiß, dass ich Fan des meistgehassten Klubs Deutschlands bin. Aber hey, viel Feind, viel Ehr! Es prallt an mir ab, dieses Gelaber über die reichen Schnösel-Bayern, die den anderen die besten Spieler wegkaufen. Oder die Behauptung, dass Bayern-Fans nicht leidensfähig sind, weil sie nie einen Abstieg ihrer Mannschaft erleben mussten, denn wer so etwas sagt, wird nie die Dimension des 26. Mai 1999 begreifen.
Markus Kavka (ZUENDER, 2008)

Man kann mit Bayern München nur ordentlich als Feind umgehen, wenn man unsachlich bleibt. Sobald man sich an Fakten hält, wird es schwierig.
Campino (SZ, 1.12.2007)

Eingleisig!

Panoramaaufnahme Amateur-Derby (© probek 2008)
Foto: Pano HGK (wird groß beim draufklicken. Richtig groß, versprochen)

Herzlichen Glückwunsch Max, Thomas K., Stefano, Timo, Marco, Thomas L., Georg, Christian, Mats, Valérien, Willy, Tom, Michael G., Maximilian, Michael K., Toni, Stephan, Stefan, Matthias, Marco, Mehmet, Alexander, Vitus, Lukas, Dominik, Jan, Daniel, Sandro und Deniz. Ein besonderer Dank geht an Hermann, Stephan, Gerd, Heinz und Klaus.

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