Fernseh-Funde für Donnerstag, 24.1.2008 [Update]

Video: ‘Hamburger Lektionen’ – Trailer

Hamburger Lektionen, Arte 21:00 Uhr [Tipp der Woche]
Offizielle Website, Begleitmaterial zum Film (PDF-Download)

Hintergrund
Ende der 90er Jahre wurde Mohammed Fazazi Imam der Al-Quds-Moschee in Hamburg. Im Januar 2000, in den letzten Tagen des Fastenmonats Ramadan, hielt Fazazi im Gebetsraum der Moschee mehrere „Lektionen“, bei denen die Anwesenden Fragen zu verschiedenen Aspekten des Lebens stellen konnten. Diese Sitzungen wurden von einer unbekannten Person auf Video aufgenommen und in der Buchhandlung der Moschee, aber auch in Buchhandlungen außerhalb vertrieben.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington wurde bekannt, dass drei der vier Selbstmordpiloten, aber auch andere Personen, die der so genannten Hamburger Gruppe zugerechnet werden, regelmäßig die Al-Quds-Moschee besucht haben und in engem Kontakt zu Fazazi standen. Auf der Grundlage des Videos rekonstruieren die „Hamburger Lektionen“ den vollständigen Wortlaut zweier Sitzungen vom Januar 2000.

Hinweis
Nach der heutigen Erstausstrahlung ist der Film über ARTE+7* eine Woche lang im Netz anzusehen.

Three Kings, Vox 22:05 Uhr

Serienschmiede Hollywood, Arte 0:15 Uhr

*Update

Rama dama

Auf was für Gedanken man so kommt. Was machen z.B. muslimische Hochleistungssportler während des Ramadan? Der beginnt am heutigen Donnerstag, dem 13. September 2007 und verbietet Muslimen von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang leibliche Genüsse wie Essen und Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Ich habe mich jetzt gefragt, wieweit diese Verbote (also das mit dem Essen und Trinken, um genau zu sein) die Leistungen von Bayern-Spielern wie Ribéry (der zum Islam konvertierte) und Altintop (von dem ich einfach mal vermute, dass er ein Muslim ist) beeinflussen. Zu meiner Beruhigung hat der Fastenmonat Ribéry aber offenbar nicht vom Toreschießen abgehalten, wie man auf Fussballdaten.de nachlesen kann. Und da sich die Bild-Zeitung auch schon dasselbe gefragt hat, kennt man auch Ribérys Antwort: “An freien Tagen werde ich fasten, wenn ich spiele, dann nicht.” Da ist er also nicht päpstlicher als der Papst, um mal diesen interkonfessionellen Vergleich zu wagen.

Update 16.9.: Auch die Zeit hat sich ähnliche Gedanken gemacht (und verwendet das Zitat aus der Bild ohne Bild zu nennen). Und Berkant Göktan vom Vier-Zahlen-Verein hat ebenfalls eine ganz persönliche, pragmatische Antwort gefunden:

Das mache ich nicht, weil ich sonst Probleme mit der Kraft bekomme. In meiner Zeit in der Türkei habe ich das bei einigen Mitspielern erlebt, die während des Ramadans ihre Leistung nicht abrufen konnten.