Stefan, hör’ die Signale

Die Es-gibt-noch-Hoffnung-auch-wenn-sie-aus-einem-anderen-Kulturkreis-kommt-Meldung des Tages stammt von Javier Cáceres und steht unter der Überschrift „Ausgebrüllt“ in der gedruckten „Süddeutschen Zeitung“ (leider nicht online): Real Madrid hat seinen Stadionsprecher nach einer Saison wieder rausgeschmissen. Der Widerstand gegen die „akustische Anmache“ (Cáceres) sei zu groß gewesen, Medien und Vereinsmitglieder fühlten sich durch die „permanente Anbrüllerei“ respektlos behandelt. Der Sprecher hatte, so Cáceres, den

ganzen Kirmes- und Eventquatsch ((für Nicht-Stadion-Gänger: gemeint ist u.a. die Musik, die schon Stunden vor- und nach dem Spiel ununterbrochen auf die Zuschauer einrieselt; die Werbung, die in den Musikpausen zu sehen und zu hören ist; die Jingles, die bei Toren der eigenen Mannschaft eingespielt werden uswusf.)) imitiert, der auch in Bundesligastadien und bei Spielen der Nationalelf üblich ist … All dieser ganze Humbug, den man früher nicht brauchte, als man in ein Fußballstadion ging, wenn’s hochkam die Vereinshymne hörte und ansonsten bloß Fußball schaute. Ohne Brimborium.