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Mein 11. September 2001

Sonntag, den 11. September 2011

Das zweite Flugzeug habe ich live gesehen. Ich war zu Hause, hatte erfahren, dass ein Flugzeug ins World Trade Center eingeschlagen war, und den Fernseher angemacht. Dort war der eine Turm zu sehen, im Rauch, brennend.

Dann flog das zweite Flugzeug in den zweiten Turm. Der Terror landete endgültig in meinem Wohnzimmer; ein paar tausend Kilometer entfernt, aber näher konnte er kaum kommen. Die Welt war schlagartig eine andere und blieb es, bis heute.

Es gibt kein Ereignis, das ich als Zeitgenosse miterleben musste, was mich wütender macht. Keinen Terrorakt, der mich ohnmächtiger hinterließ. Und keinen, der mir näher geht.

Nicht, weil ich Freunde an der TU Hamburg Harburg hatte, die ich besuchte, Parties feierte, zu Zeiten, als auch Mohammed Atta dort studierte. Nicht, weil ich bei einem Besuch in New York auch oben im World Trade Center stand, ein paar Jahre nach dem ersten Anschlag, das Gebäude und die Aussicht genießend, beides gigantisch.

Es ging und geht mir nahe, weil ich mit dem Einschlag des zweiten Flugzeugs spürte: hier will jemand den westlichen Lebensstil angreifen. Meinen Lebensstil, meine Symbole, meine Freiheit. Menschenverachtend, so brutal, wie es nur geht.

Ich werde den 11. September 2001 nie vergessen können. Ich kann nur hoffen, ähnliches nie wieder erleben zu müssen.

Zehn Sportarten, auf die ich verzichten könnte (mit Begründungen und einem Nachtrag)

Mittwoch, den 14. Oktober 2009

1. Biathlon. Entweder, oder. Bitte entweder Langlaufen oder Schießen, nicht beides. Und nur weil die Deutschen in was gut sind, muss ich es nicht gut finden.

2. Cricket. Verstehe ich nicht und dauert zu lang. ((ist auch sowas von betrugsverseucht))

3. DTM. Okay, streng genommen keine einzelne Sportart, ich kann aber trotzdem darauf verzichten.

4. Gehen. Geht gar nicht. Affig.

5. Pankration/MMA. Mir zu brutal.

6. Reitsport. Kann gerne erhalten bleiben, aber bitte ohne Pferde. ((Halte eh nichts von Tiersport. Eine Sportart, die auf Tiere angewiesen ist, dann aber das eigene Sportgerät so gering achtet und dazu noch dauernd barrt und dopt, gehört verboten. Außerdem sieht Dressurreiten lächerlich aus.))

7. Straßenradrennsport. Doping.

8. Synchronschwimmen. Geht auch nicht.

9. Tanzsport. Siehe Synchronschwimmen und “Aussehen” bei Dressurreiten.

10. Wrestling. Kein Sport.

Alphabetische Auflistung ohne Rangfolge, aber mit ausreichender Ignoranz. ((Verzichten im Sinne von: muss ich nicht haben, auch nicht als Füller von Fernsehzeit.)) Inspirationsquelle: Liste der Sportarten. Nicht platziert: Zwergenwerfen, Paintball, Rhönradturnen und Kaninhop.

Nachtrag (22.10.2009)

Widerlich finde ich auch das Springreiten. Ich habe gehört, dass die Trainer den Pferden mit einem Knüppel an die Beine hauen, damit sie Angst vor der Stange kriegen und höher springen.

Indiskrete Kameras und ungerechte Schiedsrichterinnen. Und hinterher nehmen die Sportler Blumensträuße in Plastik entgegen, und dann werden sie von der Sado-Mutti in den Arm genommen und ziehen die Rotze hoch. Und über ihnen wird eingeblendet: 5,6, 5,6, 5,5 … Und dann denken sie – lächelnd! – an ihre Achillessehnen, ob die das nächste Mal noch mitmachen? Und an die Standpauke, die ihnen der Trainer halten wird und daran, dass alle Anstrengung umsonst war – und da sind wir dann wieder bei Stalingrad.

Eiskunstlaufen oder Kunstturnen sich anzusehen, ist wegen der Wertungspunkte so unerquicklich.

Walter Kempowski in „Sirius – eine Art Tagebuch“, zitiert nach Anstoß Online.

Trainer Baade im Clinch mit Jako

Freitag, den 4. September 2009

Eine kleine, leider alltägliche Geschichte: Ein Blogger schreibt etwas ins Internet, eine Firma regt sich darüber auf und beauftragt, anstatt die Sache mit dem Blogger zu klären, eine Anwaltskanzlei, dagegen vorzugehen. Die Anwälte mahnen den Blogger kostenpflichtig ab, die unerwünschte Äußerung zu entfernen, und der nimmt den Text aus dem Blog und zahlt zähneknirschend den geforderten Betrag, sagen wir mal 1.000 Euro, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden. So weit, so schlecht, so alltäglich.

So hätte es auch im Fall des Fußballbloggers „Trainer Baade“ und des Trikotherstellers Jako laufen können, als Baade einige deftige Worte über das neue Logo von Jako verlor. Ist es aber nicht. Denn Jako regt sich über seine Anwälte weiter darüber auf, dass irgendwo im Internet noch Bruchstücke von dem Text zu finden sind, den Baade längst gelöscht hat. Und fordert jetzt, inklusive einiger Anwaltshonorare, rund 7.000 Euro vom Blogger. Das wird dem zuviel und was nun folgt, ist ein Lehrstück dafür, wie man mit Kritik im Internet nicht umgehen sollte.

Denn jetzt bekommen andere Blogger mit, wie Jako mit dem Blogger verfährt – und laufen Sturm. Nach zwei Tagen finden sich im Netz hunderte kritische Artikel zu Jako, täglich werden es mehr – und vieles, was zu lesen ist, ist weit schlimmer als das, was Baade ursprünglich schrieb. Ein Schaden, der sich mit einem simplen Telefonanruf hätte vermeiden lassen.

Erst Donnerstagabend, nach drei Tagen Netzaufruhr, regt sich Jako ein bisschen und verspricht Entgegenkommen. Warum es so weit kommen musste? Man weiß es nicht. Gewinner gibt es keine mehr. ((der letzte Absatz wurde noch gestern Abend geändert, nachdem Jako mit einer Pressemitteilung rauskam))

(Dieser Artikel bzw. Kommentar zur Jako-Geschichte erschien ursprünglich auf Abendzeitung.de ((mit Foto des Autoren!)) und in der gedruckten „Abendzeitung“ vom 4. September 2009; heute schriebe ich ihn etwas anders, aber nun gut ((ist ja auch Print, da geht editieren einen Tick schwieriger)))

Nachtrag

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Zur Feier des Tages

Samstag, den 8. März 2008

(Audio-Livemitschnitt vom Spiel Bayern – KSC, Allianz Arena München, 8. März 2008; eigene Aufnahme)