Vorfreude, klein

Eintrittskarte Pokal vs FCN

(und wenn die eine Vorverkaufsstelle keine Karten in der gewünschten Kategorie bietet, radelt man eben schnell zur anderen)

Futter für den Player*

Nachdem die Versorgungslage am Münchner Videothekenmarkt immer schlechter wird (und meine Automatenvideothek um die Ecke auch kein Sortimentsriese ist), suche ich jetzt bei einer Online-Videothek mein Cineasten-Glück. Da lässt sich schon einiges finden:

Meine Wunschliste
Screenshot: Meine allererste Wunschliste. Man sieht, dass die FSK-18-Freischaltung erst später kam.

Wenn alles klappt, kommen morgen die ersten DVDs an. Und dann kann ich auch die Rubrik ‘Filme‘ weiter füllen, die hier still und heimlich eingezogen ist.

*Update
- Kommentarfunktion für ‘Filme‘ nachgerüstet

Das Halbfinale kann kommen

Döner
“Deutschland!” rief der türkischstämmige Händler um die Ecke und reckte die Faust hoch, als ich vorhin mit diesem Döner in der Hand sein Büdchen verließ.

Bayernfans - eine Zitatesammlung

Von den Anhängern des FC Bayern beispielsweise hat man noch nie gehört, dass es ihnen wichtig wäre, wo ihre Lieblinge spielen. Hauptsache sie gewinnen, und wenn die Arena auf einem Ödland bei Chemnitz stünde. Wer zum FC Bayern geht, möchte sich in der Regel einem Unternehmen mit Erfolgsgarantie zugehörig fühlen.
Wolfgang Görl (SZ, 23.5.2008)

Man kann Bayern-Anhänger sein, -Bewunderer, -Verehrer, -Unterstützer… – aber du kannst nicht Bayern-Fan sein, weil du die Gefühlswelt eines Fußballfans nie kennenlernen wirst.
Steffen Simon (Wir Elf, 29.11.2007)

Den Lieblingsverein Bayern sucht man sich hingegen aus wie aus einem Versandhauskatalog, weil er fürs investierte Geld die meisten Siege zu versprechen scheint. Bayernfans sind dazu verdonnert, niemals Leidensfähigkeit gelernt zu haben und dadurch mit einer „Leidenschaft Light“ ihrem Fansein nachzugehen, weil ihr Lieblingsverein ja bereits in einer handfesten Krise steckt, wenn er Dritter ist.
Arnd Zeigler (11 Freunde, 9.2.2008)

Der natürliche Grundzustand des Bayern-Anhängers ist also nicht Verzweiflung, das Gefühl der Ausweglosigkeit und Schwäche, sondern Bayern-Anhänger leben in einem Ausgangszustand der Arroganz und Überlegenheit. Verzweiflung wegen und durch ihren Fußballclub ist diesen Menschen vollkommen fremd. Bayern-Anhänger sind keine Fußballfans, sondern Feiglinge, unfähig zu wahrer Hingabe, die das Risiko einschließt, tief enttäuscht zu werden.
Johannes Keller (taz, 28.9.1998)

Wenn ihr gefragt werdet, warum ihr nun Fan von Werder Bremen, Darmstadt 98 oder des VfL Bochum seid, dann braucht es keine Erklärung. Es ist nun mal so. Bumm. Niemand muss sich dafür rechtfertigen. Wer seine Leidenschaft erklären kann, entwertet und verrät sie.
Arnd Zeigler (11 Freunde, 21.3.2007)

Ich weiß, dass ich Fan des meistgehassten Klubs Deutschlands bin. Aber hey, viel Feind, viel Ehr! Es prallt an mir ab, dieses Gelaber über die reichen Schnösel-Bayern, die den anderen die besten Spieler wegkaufen. Oder die Behauptung, dass Bayern-Fans nicht leidensfähig sind, weil sie nie einen Abstieg ihrer Mannschaft erleben mussten, denn wer so etwas sagt, wird nie die Dimension des 26. Mai 1999 begreifen.
Markus Kavka (ZUENDER, 2008)

Man kann mit Bayern München nur ordentlich als Feind umgehen, wenn man unsachlich bleibt. Sobald man sich an Fakten hält, wird es schwierig.
Campino (SZ, 1.12.2007)

Eingleisig!

Panoramaaufnahme Amateur-Derby (© probek 2008)
Foto: Pano HGK (wird groß beim draufklicken. Richtig groß, versprochen)

Herzlichen Glückwunsch Max, Thomas K., Stefano, Timo, Marco, Thomas L., Georg, Christian, Mats, Valérien, Willy, Tom, Michael G., Maximilian, Michael K., Toni, Stephan, Stefan, Matthias, Marco, Mehmet, Alexander, Vitus, Lukas, Dominik, Jan, Daniel, Sandro und Deniz. Ein besonderer Dank geht an Hermann, Stephan, Gerd, Heinz und Klaus.

Ganz München feiert

Choreo: Ganz München feiert

Foto: Ganz München feiert. Weitere Fotos. Und ein Video dazu.

Der Hodenheber

Video: The Cremaster Cycle (Trailer)

Ein Freizeittipp für München: Zur Ausstellung von Matthew Barney in der Sammlung Goetz (bis 29. März) zeigt das Filmmuseum München am kommenden Wochenende (8. bis 10. Februar) sein gesamtes bisheriges Filmschaffen, darunter auch den Cremaster-Zyklus.

‘An die Damen’ oder: die Abschaffung der Ständeordnung beim Bayerischen Staatsschauspiel

Wer beim Bayerischen Staatsschauspiel zum ersten Mal online Eintrittskarten bestellen will, wird für die Eingabe der Anrede mit der eindrucksvollsten Auswahl konfrontiert, der ich bisher bei einer Online-Bestellung begegnet bin:

Ticketshop Staatsschauspiel

(Screenshot Staatstheater-Tickets.Bayern.de)

29 (!) verschiedene Anreden - inklusive eines “An die Herren” und “Herrn Präsident” (ein “An die Damen” bzw. “Frau Präsidentin” fehlt). Ich fordere für das Staatsschauspiel die Abschaffung der Ständeordnung.

(und das alles nur, weil ich hierfür Karten bestellen wollte. Das ist übrigens ein Münchner Freizeittipp: am 23. Februar lesen Herbert Grönemeyer, Axel Milberg und andere aus dem Debut-Roman von Albert Ostermaier, der die Amour fou zwischen Marie Trintignant und Bertrant Cantat zum Thema hat. Karten kosten 10,50 Euro)

1:0 für die Amateure

Einige Erkenntnisse aus meinen 180 Minuten Stadionfußball vom Wochenende (im bewährten Telegrammstil):

FC Bayern München - MSV Duisburg
Allianz Arena, 8.12.2007. Tore: Fehlanzeige

Wenn Ribéry nicht kann oder nicht will, gibt es keine Kreativität im Bayern-Spiel +++ die Bayern spielen dann einen Fußball wie früher +++ wie unter Hitzfeld, Magath und wieder Hitzfeld, mit Ausnahme des Beginns der Saison 2007/08 +++ Sosa mit gutem Beginn, kann tatsächlich was: z.B. Freistoße und Flanken schießen +++ hat sich aber später dem Niveau der anderen angepasst +++ Van Buyten hätte zum Mann des Spiels werden können +++ Luca Toni gefühlte 100 mal im Abseits +++ Hitzfeld kann nicht wechseln +++ 70. Minute! +++ Sagnol?? +++ Toni Kroos 90 Minuten auf der Bank ■

FC Bayern München II - TSV 1860 München II
Grünwalder Stadion, 9.12.2007. Tore: 1 (Yilmaz, für Bayern)

Wer Kroos spielen sehen wollte, musste zu den Amateuren gehen +++ Name, den man sich merken muss: Stefano Celozzi, Außenverteidiger (ungefähr doppelt so schnell wie jeder andere auf dem Platz) +++ Name, den man sich nicht merken muss, der aber trotzdem auffiel: Vitus Nagorny, Stürmer (ungefähr doppelt so groß wie Celozzi, leider gestern nicht mal halb so gut) +++ Schlaudraff hätte zum Mann des Spiels werden können +++ 1a Support auf der Gegengerade (siehe unten) +++ Ein echtes Derby!

Weiterlesen »

Wechselfehler

Ecke Bolton

Foto: Ecke Bolton

“Die Zuschauer haben das Recht auf die beste Mannschaft. Fußball ist keine Mathematik, die man berechnen kann” (…) “Ich bin stocksauer. Es wäre ganz einfach gewesen, zu gewinnen und weiterzukommen.” [Quelle]

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, unmittelbar nach dem gestrigen 2:2 gegen die Bolton Wanderers. Recht hat er, das war nach den unverständlichen Auswechslungen Hitzfelds ein verschenkter Sieg gegen biedere Engländer, die dann auch brav das Unentschieden in München als “eines der größten Resultate ihrer Geschichte” (sic!) feiern.

Schon die Aufstellung mit den bisherigen Bankdrückern van Buyten, Ottl und Podolski hatte darauf hingedeutet, dass der Trainer das Spiel dazu nutzen wollte, der zweiten Reihe der Bayern-Spieler ein Chance zu geben. Das ging trotz wackeliger Abwehr bis zur 60. Minute noch einigermaßen gut, weil Wirbelwind Ribéry und ein endlich treffender Podolski nach dem 0:1-Rückstand ein 2:1 rausgeschossen hatten. Warum Hitzfeld dann aber bei einer nur sehr knappen Führung ausgerechnet die bis dahin wichtigsten Bayern-Spieler auswechselte, bleibt auch am Tag danach selbst nach den Erklärungsversuchen des Trainers (s.u.) unverständlich.

Weiterlesen »