Nachdem die Versorgungslage am Münchner Videothekenmarkt immerschlechter wird (und meine Automatenvideothek um die Ecke auch kein Sortimentsriese ist), suche ich jetzt bei einer Online-Videothek mein Cineasten-Glück. Da lässt sich schon einiges finden:
Screenshot: Meine allererste Wunschliste. Man sieht, dass die FSK-18-Freischaltung erst später kam.
Wenn alles klappt, kommen morgen die ersten DVDs an. Und dann kann ich auch die Rubrik ‘Filme‘ weiter füllen, die hier still und heimlich eingezogen ist.
*Update
- Kommentarfunktion für ‘Filme‘ nachgerüstet
Ein Film über die Drogen- und Doping-Kultur in den USA, ausgelöst durch den Steorid-Konsum der Brüder des Filmemachers und die Frage, warum er – im Gegensatz zu ihnen – nie Steoride nehmen wollte. Sehr sehenswert. Maxx 2, Filmfest München, OF
Poppy, du bist einfach umwerfend. Dank dir ist ‘Happy-Go-Lucky’ einer der herzerfrischendsten Filme, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Toll. Enraha! City 1, München, dF
Der Niedergang einer Musikkneipe im tiefsten Süden der USA wird durch einen jungen Blues-Musiker abgewendet. Langweilig und voller Klischees. Nicht sehenswert. Maxx 2, Filmfest München, OF
JUST ANOTHER LOVE STORY (Promotitel). Neues von Ole Bornedal! Ein sehenswerter, fieser kleiner Film. Rio I, Filmfest München, lief im dänischen Original mit englischen Untertiteln.
Ein Film über das Leben von Klaus Barbie, den "Schlächter von Lyon". Die Doku über den nach mehr als vierzig Jahren in einem Aufsehen erregenden Prozess verurteilten Kriegsverbrecher entwertet sich leider selbst ein wenig durch Verschwörungstheorien, die Barbie in fast alle terroristischen Aktivitäten seit 1945 verwickelt sehen. Zwiespältig, aber trotz des bisweilen übertrieben raunenden Kommentars sehenswert. Rio I, Filmfest München, fOmeU
DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES. Das Sequel zu ‘Das Vermächtnis der Tempelritter’. Big-Budget-Popcorn-Kino, weitgehend überraschungs- und tiefgangsbefreit. Unterhaltsame Kommentarspur auf der DVD, auf der eigentlichen Filmspur aber höchstens noch leidlich amüsant. DVD
Staubtrockene Killergeschichte der Coen-Brüder. Aus einem exzellentem Ensemble (Josh Brolin, Tommy Lee Jones, Kelly Macdonald) ragt Javier Bardem heraus, der einen beängstigend irren Killer spielt.
DVD
1 MORD FÜR 2. Ein verfilmtes Theaterstück. Zwei Schauspieler ergötzen sich an ihrer Kunst und der Regisseur vergisst, dass es für einen gelungenen Spielfilm manchmal doch ein wenig mehr braucht. Als Fernsehspiel gerade noch akzeptabel, als Film enttäuschend und nichts für die große Leinwand. DVD
Believe the hype. Big-Budget-Popcornkino mit Tiefgang. Abgründe tun sich auf, der Terror herrscht über das Verbrechen, Siege über das Böse sind Pyrrhus-Siege. Und Heath Ledger ist sehr überzeugend sehr böse. Selbst Hans Zimmer trifft die richtigen Töne. Großes Kino.
Cinema München, OF
Enttäuschend. Soll ein Meisterwerk sein, ist es ganz sicher nicht. Verschenkt als simpler Monster-Horrorfilm das Potential, das der Drehort bietet. DVD
Der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert McNamara hat Geschichte geschrieben - und Meister-Dokumentarfilmer Errol Morris macht aus der Lebensgeschichte McNamaras einen sehr, sehr sehenswerten Dokumentarfilm über einen alten, kalten Krieger und die Lektionen, die er gelernt hat. Herausragend. Weitere Info: Offiziell, Interview mit dem Filmemacher, selbergucken. DVD
Eine als Animationsfilm gedrehte Dokumentation über die Suche eines Mannes nach seiner bisher verdrängten Erinnerung an ein Massaker, an dem er beteiligt war. Sehr sehenswert und beeindruckend. Forum 1, Filmfest München, hebräisches Original mit deutschen Untertiteln.
Ein Musik- und Dokumentarfilm über Leben und Werk von Stefan Weber, dem Kopf der österreichischen Anarchopunk-Hardrockcombo “Drahwidaberl”. War übrigens noch nicht in der Imdb verzeichnet, wurde von mir nachgeholt, mal sehen, was passiert. Sehenswert. Rio I, Filmfest München
Vorsicht: Kunst. Der Film sieht während eines Spiels dem größten Fußballspieler seiner Generation bei der Arbeit zu. Und zwar nur ihm, egal wo der Ball gerade ist. Die exzellente Kamera, die Fokussierung auf ein Objekt, der Ton des Films und der hypnotische Soundtrack ergeben ein außergewöhnliches Filmporträt. Statt eines Dokumentarfilms sieht man aber eher eine "anthropologische Studie über den Menschen und die Zeit" (so Douglas Gordon, einer der Macher des Films). Herausragend, aber sicher nicht für jeden zu goutieren. DVD