Hallo, Jako, hört ihr die Signale? [Update: „Wir haben überreagiert“]
Jako.de ist heute ja leider andauernd down (weil geheist, gehandelsblattet oder gespont?), aber dennoch wäre es schön, wenn beim Hollenbacher Trikothersteller irgendwann die Einsicht einträte, dass sie sich (bzw. deren Rechtsanwälte) mit den Abmahnungen und vor allem mit der anschließenden Vertragsstrafe gegen Trainer Baade verrannt haben. Ein Tipp an die Marketing-Abteilung von Jako: falls ihr diese Einsicht nicht über eure eigene Website verkünden könnt (weil die halt down ist), benutzt andere Wege, hat doch bei dieser Pressemitteilung auch funktioniert.
Kleiner Aspekt am Rand: mir trieb es ja beim Lesen der o.g. Pressemitteilung, die mit Hilfe einer Breisgauer PR-Firma entstand, die Tränen in die Augen:
XXX ist der zuverlässige Partner, wenn es um den Aufbau und die Profilierung starker Marken geht.
Was nützt die beste Markenstrategie, wenn die Marke gerade vor aller Augen in die Grütze gefahren wird? Warum tritt da keiner auf die Notbremse, sagt “Entschuldigung” zum Trainer, nimmt die unsägliche Abmahnung inklusive der noch unsäglicheren Vertragsstrafe zurück, entschädigt den Blogger irgendwie für das erlittene Ungemach (ein öffentliches “Entschuldigung, da haben wir uns wohl verrannt”, wäre ja mal ein Anfang) und beendet die Sache? Worauf wartet Jako?
Nachtrag, 3.9.2009, 19:45 Uhr
Etwa darauf, dass der hiesige Blogautor mal eben die Münchner Abendzeitung kapert und sein Erstaunen über den unsäglichen Vorgang auch dort ausdrückt?
Update, 3.9.2009, 23:45 Uhr
Endlich. Jako hat reagiert, nein, nach eigener Aussage sogar „überreagiert“. Und der Chef vom Laden, Rudi Sprügel, „der in jungen Jahren selbst in der zweiten deutschen Fußballliga spielte“, (das musste in den Jako-Pressetext an dieser Stelle unbedingt auch noch rein) „will sich dafür einsetzen, dass Baade aus dieser Auseinandersetzung ‚keine finanziellen Nachteile erwachsen.’“ Dann wollen wir mal hoffen, dass dieser Einsatz nicht vergebens ist und sich da nichts erwächst.
